Unter Handyzubehör verstehen viele Menschen Headsets, Taschen und möglicherweise einen zweiten Akku. Das das nicht alles sein muss, stellen vor allem die verspielten asiatischen Nationen immer wieder unter Beweis, Gimmicks sind dort immer gefragt. Nun möchte das japanisch-schwedische Joint-Venture Sony Ericsson ein neues Accessiore in den Markt bringen: Die zusammen mit Fossil entwickelte Armbanduhr MBW-100 soll zahlreiche Handyfunktionen auf das Handgelenk bringen. Wir haben es im Rahmen einer Sony Ericsson-Veranstaltung in Stockholm einem ersten Funktionstest unterziehen können.
Schick und unauffällig
Da Produktbilder im Internet oft die reale Größe eines Objektes nicht wirklich darstellen können, gilt der erste Blick der Größe, dem Gewicht und der Haptik der MBW-100. Erstaunlich ist dabei, dass sie keineswegs größer oder auffälliger wirkt als eine "normale" Armbanduhr. Die Optik ist sehr schlicht und, zumindest am Männerarm, ausreichend dezent. Vergleichen mit den guten
Taschenrechner-Armbanduhren der späten 80er Jahre, die wir mal als etwas hinkenden Vergleich heranziehen wollen, ein echter Schritt nach vorne.
Jede Menge Funktionen
Doch diese Uhr kauft man ja nicht, um sich nur die Zeit anzeigen zu lassen, die Funktionen werden auch eine Rolle spielen. Werfen wir also einen Blick darauf, was sie alles kann: Zum einen vibriert die Uhr sehr dezent, wenn man angerufen wird. Hierbei nutzt sie ganz klar den Vorteil einer Armbanduhr, da diese im Gegensatz zum Handy immer direkten Hautkontakt hat: Außer dem Träger der Uhr bekommt niemand etwas von dem Anruf mit, und macht sie damit zum idealen Werkzeug für Meetings, in denen keine Handys erlaubt sind.
Anruffunktionen sinnvoll eingesetzt
Wird der Träger der MBV-100 angerufen, kann er im kleinen, unter dem Ziffernblatt befindlichen
Display sehen, wer gerade anruft. Hierfür verwendet die Uhr das integrierte
Telefonbuch, um auf den Namen zurückzugreifen. Sollte dieser nicht vorhanden sind, kommt die Nummer auf das blaue Kleindisplay.
Walkman-Handy fernsteuern
Sehr nett ist auch die Bedienung des Walkman-Players, wie wir sie mit dem
W850i gleich ausprobieren konnten: Durch Druck auf den dicken mittleren Knopf wir der Musikspieler gestartet oder aber in den Ruhezustand versetzt, durch die umliegenden Tasten ist sogar ein Wechsel zu den anderen Liedern der integrierten Musikspielers möglich.
Fazit: Wirklich empfehlenswert
Ob man das MBW-100 wirklich haben muss, steht jedem frei zu entscheiden. 250 Euro sind sicherlich kein Pappenstil, doch bekommt der Käufer hier ja auch gleich eine recht schicke Armbanduhr gleich im Set mit dazu. Die Platzierung kurz vor Weihnachten dürfte sowohl beabsichtigt als auch ein genialer Schachzug sein: Uhren erfreuen sich seit Jahren steigender Beliebtheit, und gerade bei Menschen, die Technik lieben oder die schon alles haben, dürfte die MBW-100 unter dem Gabentisch eine echte Empfehlung sein.
Weitere Informationen zu diesem Thema:
» Bildergalerie: Sony Ericsson MBW 100 (eigene Bilder am Ende der Galerie
Danke dafür!
mfG