Test Das Wiko Pulp im TestWiko schlägt sich selbst

vom 24.03.2016, 17:58
Wiko Pulp

Wiko hat mit dem Pulp ein Smartphone im Portfolio, das sich in der untersten Mittelklasse einstufen lässt und deshalb für preisbewusste Nutzer interessant sein könnte. Zum Marktstart verlangten die Franzosen noch 170 Euro. Mittlerweile kostet es etwas weniger und hat sich im Markt etabliert. Grund genug, dem Wiko Pulp auf die Pelle zu rücken und es durch den Testparcours zu jagen.

Design und Verarbeitung

Wiko ist bekannt für außergewöhnliche Gehäuse und, wie bei den anderen Mittelklasse-Smartphones Fever 4G oder Ridge 4G, für manchmal kleine, aber auch ab und an große Aha-Effekte. Beim Wiko Pulp ist das nicht so. Das Gehäuse kommt, bis auf den strukturierten Rückdeckel, der ganz ähnlich dem des Fever 4G ist, ohne Besonderheiten daher - kein Leuchtrahmen, keine samtige Oberfläche, kein Metall. So kommt das Gefühl auf, das Wiko Pulp entspringt direkt dem OEM-Baukasten. Dazu kommen große Flächen um das Display herum, die dank Onscreen-Tasten zumindest unterhalb des 5-Zoll-Displays ungenutzt bleiben.

Die Verarbeitung wirkt grundsolide und die Materialien sind praktisch, wenig schick, dafür aber leicht und robust. Die Torsions- und Biegebelastbarkeit macht zwar keine Sorgen, jedoch verwindet sich das Pulp doch merklich.

Wiko Pulp

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    Das Wiko Pulp im Hands-On während des Test von inside-handy.de
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    Das Wiko Pulp im Hands-On während des Test von inside-handy.de

Beim Lieferumfang geht Wiko-typisch die Sonne auf: Neben den herkömmlichen Beigaben wie Netzadapter – hier in einer recht organischen Formgebung –, dem Lade- beziehungsweise Datenkabel und den Kopfhörern, legen die Franzosen noch diverse SIM-Karten-Adapter mit in das Paket, die für die Bestückung der beiden SIM-Karten-Schächte äußerst praktisch sind. Nicht so praktisch, aber kein Beinbruch: Der zweite SIM-Karten-Slot wurde so integriert, dass der Akku entnommen werden muss, um ihn zu bestücken.

Das Wiko Pulp ist äußerlich wenig aufregend und bedient sich der herkömmlichen Standards. Der Displayrahmen ist groß und die Verarbeitung Durchschnitt. Die Wertung wird allerdings vom Lieferumfang gestützt, der praktisch und oberhalb des gängigen Niveaus liegt.

Wertung: 3,5 / 5

Display

Das 5 Zoll große Display löst mit 720 x 1.280 Pixeln, also in HD-Qualität auf. Damit ergibt sich eine Pixeldichte von bescheidenen, aber im Alltag ausreichenden 294 ppi. Das Ganze wird durch Gorilla-Glas 3 und einen überstehenden Rahmen geschützt. Das Panel ist in IPS-Bauweise ausgeführt, was eigentlich für etwas schwächere Schwarz-Werte und eine gute Blickwinkelstabilität spricht. Beim Pulp ist es genau anders herum: Schwarze Bereiche des Displays sind recht satt und relativ farbtreu. Die Blickwinkelstabilität dagegen schwankt stark je nach Betrachtungsseite. Wird zur Diagonalen des Panels auf den Bildschirm gesehen erscheint die Darstellung extrem hell und gelblich; wird dagegen in der Längsachse darauf gesehen, geht die Darstellung ins Blaue und wird schnell dunkel.

Wiko Pulp

Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Display-Technologien hat inside-handy.de in zwei Artikeln näher beleuchtet:

Wiko installiert beim Pulp nicht wie beim Fever 4G oder anderen Mittelklasse-Smartphones den hauseigenen Bildschirmanpasser MiraVision. Somit fehlt eine eigene Einstellmöglichkeit und der Nutzer hat lediglich Zugriff auf die Android-eigenen Optionen, die beim Pulp aus einer Farbanpassung für Rot-Grün-Schwäche und weiteren kleineren Optimierungen bestehen, die jedoch keine manuellen Einstellungen zulassen. Eine weitere Schwäche des Displays ist die Helligkeitsautomatik. Sie regelt in einem winzigen Helligkeitsbereich und hat kaum Auswirkungen auf die Darstellung.

Das Display des Wiko Pulp ist sparsam ausgestattet und besitzt einige Schwächen. Display-Gourmets sollten beim Wiko Pulp also eher nicht zugreifen.

Wertung: 3 / 5



Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de | Autor: Michael Büttner
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Themen dieser News: Testcenter, Handys unter 200 Euro, Handys unter 400 Euro, Smartphones, Wiko

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