Update Creo Mark 1Jeden Monat ein neues Mittelklasse-Smartphone: Technische Details zum Creo Mark 1 bekannt

vom 25.04.2016, 11:40
Werbeaufmachung des Creo Mark 1 verspricht monatlich ein neues Smartphone.
Bildquelle: Creo

"Ein neues Smartphone, jeden Monat" – Das Versprechen, mit dem das indische Startup Creo wirbt, klingt vollmundig. Das Konzept dahinter ist ein durchaus frischer Ansatz, von dem sich so mancher Hersteller gut und gerne mal eine Scheibe abschneiden dürfte. Mittlerweile sind erste technische Details zum Mark 1 bekannt geworden, die auf ein Mittelklasse-Smartphone hinweisen. Auch bei der Software überrascht Creo mit interessanten Ansätzen.

Das Versprechen des Herstellers, monatlich für ein neues Smartphone zu sorgen, dürfte bei Hardware-Fans für Entzücken und bei Umweltschützern für blanken Horror sorgen. Beide Gruppen dürfen sich beruhigen: Was Creo liefern möchte, ist ein monatliches Software-Update, welches dem Nutzer das Gefühl geben soll, er hielte ein neues Handy in den Händen. Dieser Ansatz hat dem Startup saftige Risikokapital-Einlagen beschert, unter anderem von bekannten Investorn wie Sequoia.


Hardware tritt in den Hintergrund

Wie der Firmengründer Sai Srinivas betont, sei "Hardware nicht länger ein Alleinstellungsmerkmal". Srinivas führt aus: "Jeder ist mit der gleichen Hardware, Kameras und Prozessoren unterwegs. Es gibt keinen Grund mehr das zu tun. Deshalb glauben wir, dass unsere Philosophie sehr richtig ist. Denn am Ende des Tages sehen die Nutzer nicht die Hardware. Sie sehen die Software. Und je mehr sie Monat für Monat aus der Software herausholen können, desto begeisterter werden sie sein."


Das Hardware dann doch eine Rolle spielt, beweisen die vor Kurzem veröffentlichten technischen Daten des Mark 1. Betrieben wird das Smartphone mit einem MediaTek-Helo-X10-Achtkern-Prozessor, der einen Takt von 1,95 GHz schafft. 3 Gigabyte Arbeitsspeicher sorgen für den nötig Antrieb und 32 Gigabyte Speicherkapazität für ein gehobenes Platzangebot. Letzteres lässt sich per MicroSD-Karte auf 128 Gigabyte erweitern. Weiterhin ist das Mark 1 mit einem 5,5 Zoll großen Display ausgestattet sowie einer 8 Megapixel Kamera auf der Vorder- und einer 21 Megapixel Kamera auf der Rückseite. Der Akku umfasst 3.100 mAh und soll bis zu 21 Stunden Betrieb aushalten.


Wenige Software-Überraschungen

Doch die mittelmäßigen Hardware-Spezifikationen des Mark 1 stehen laut Firmenphilosophie nicht im Fokus. Creo möchte sich vor allem auf den Bereich der Software konzentrieren. Dazu läuft auf jedem Mark 1 das hauseigenen FuelOS, das auf Android 6.0 Marshmallow basiert. Die wohl wichtigste App des Smartphones ist dabei die Anwendung mit dem einprägsamen Namen "reFUEL". Über das Programm können Nutzer Feedback und Vorschläge für Verbesserung sowie neue Funktionen direkt an Creo senden. Jeden Monat sollen dann auf dieser Basis neue Erweiterungen für das Mark 1 veröffentlicht werden.


Im Zuge der neusten Bekanntgaben stellte das indische Startup auch die ersten selbstentwickelten Apps vor. Große Überraschungen blieben dabei aus. Neben dem E-Mail-Dienst "Messenger" präsentierte Creo außerdem eine Ortungssoftware ("Retriever") und einen aufgebohrten Anrufbeantworter ("Echo"). Interessant: Die beiden letzten Anwendungen sollen ohne Internet funktionieren. Andere Funktionen wie die Such-App "Sense" und diverse Änderungen sollen die Bedienbarkeit des Betriebssystems verbessern. Dabei möchte man Android nicht etwa optisch seinen Stempel aufdrücken, wie es Samsung, Huawei oder LG gerne tun. Im Gegenteil: "Wir werden so nah wie möglich an Androids Standard-Oberfläche bleiben."


Apple-ähnliches Design für unter 300 Euro


Beim Design orientiert sich Creo jedoch an einem anderen Big Player des Smartphone-Marktes: Das Mark 1 erinnert frappierend an die iPhones der letzten und vorletzten Generation. Wie andere Hersteller aus der Region liefert auch die indische Firma ihr Smartphone mit einem Dual-SIM-Slot aus. Der wird auch mit einer Smart Roaming-Funktion unterstützt, die automatisch erkennen soll, welche SIM-Karte lokal zum Einsatz kommt. Wer den zweiten Slot nicht für eine SIM benötigt, der kann den Platz ebenso zum Erweiterten der Speicherkapazität nutzen.


Der Verkaufspreis des Mark 1 liegt bei 19.990 Rupien, was umgerechnet etwa 266 Euro entspricht. Ein offizieller Verkauf in Deutschland ist bisher nicht geplant. Ein Erscheinungstermin für das Smartphone steht ebenso noch nicht fest.


Quellen: Creo, TechCrunch | Bildquelle kleines Bild: Creo | Autor: Redaktion inside-handy.de
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Themen dieser News: Alternative Hersteller

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