Test Wiko Fever 4G im Kurz-TestLustloser Akku, leuchtend verpackt

vom 23.03.2016, 16:18
Wiko Fever 4G

Wiko hat mit dem Fever 4G ein Smartphone in der Mittelklasse angesiedelt, das einen speziellen Kniff bietet: Es leuchtet in dunkler Umgebung. Doch das ist nicht alles, was der 5,2 Zoll große Franzose zu bieten hat. Im Kurztest muss er zeigen, ob er mehr kann als nur leuchten.

Design und Verarbeitung

Das auffälligste Merkmal des Wiko Fever 4G ist auf den ersten Blick gar nicht zu sehen: Die Franzosen haben ihm ein fluoriszierendes Äußeres verpasst, womit es im Dunkeln auf sich aufmerksam machen kann. Doch nicht das gesamte Handy leuchtet, vielmehr wurde der Metallrahmen mit einem Plastikrahmen versehen, der die leuchtende Funktion beheimatet. Sie ist allerdings nur in sehr dunkler Umgebung zu sehen und auch dann hält sich der Aha-Effekt in Grenzen. Wer die Funktion aus Armbanduhren kennt, hat sich daran auch recht schnell satt gesehen.

Der Rest des Smartphones aus Frankreich kann sich sehen lassen: Der Metallrahmen besitzt eine ordentliche Dicke und der Rückdeckel kommt zwar sehr dünn und damit sehr flexibel daher, gefällt jedoch mit einer rauen Oberfläche. Ihr fehlt es, trotz der Struktur, allerdings etwas an Grip, da das Plastik zu hart ist und damit nicht nachgibt.

Das Wiko Fever 4G kommt mit den oft verbauten drei Hardware-Tasten auf der rechten Seite zum Kunden, die auch gut mit dem rechten Daumen erreicht werden können. Der Rahmen um das 5,2 Zoll große Display ist enorm groß: Oberhalb wird der Platz noch durch ein "Wiko"-Symbol, die Frontkamera und die Sensoren ausgenutzt, unterhalb bleibt der Rahmen für den Nutzer jedoch ohne Funktion, die Android-Tasten wurden nämlich als On-Screen-Tasten ausgeführt.

Wiko Fever 4G

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    Das Wiko Fever 4G kommt mit 5,2 Zoll großem Display und ...
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    ...Metallrahmen zum Kunden.

Beim Lieferumfang legt Wiko neben den Standards Ladeadapter, Datenkabel und Kopfhörer, noch diverse SIM-Karten-Adapter dazu. Der monetäre Wert der Beigabe kann zwar als gering eingestuft werden – Adaptersets gibt es im Online-Handel bereits für fünf Euro – jedoch ist der Service-Gedanke dahinter sehr positiv einzuordnen.

Das Wiko Fever 4G kommt optisch gefällig und von der Verarbeitung her solide daher. Der riesige Display-Rahmen und der wenig spektakuläre Leuchteffekt trüber ein wenig das Bild.

Wertung 4 / 5

Display

Das Display des Wiko Fever 4G kann mit einer Full-HD-Auflösung von 1.080 x 1.920 Pixeln auf 5,2 Zoll ordentlich Eindruck schinden. Die Schärfe liegt in der Praxis für das Auge und auch auf dem Papier mit einer Pixeldichte von gut 420 ppi auf hohem Niveau. Die Farben sind kräftig und die Kontraste hoch.

Wiko Fever 4G

Wenig stabil: Die Blickwinkelstabilität des Wiko Fever 4G

Bei anderen Disziplinen sind die Eindrücke jedoch nicht ganz so stark: Die automatische Helligkeitsregelung reagiert in einem winzigen Bereich und dimmt das Smartphone bei Dunkelheit herzlich wenig. Dazu kommt, dass die Blickwinkelstabilität ebenfalls nicht an das hohe Niveau des Datenblatts heranreicht.

Lobend zu erwähnen ist hier jedoch, dass Wiko es sich nicht nehmen lässt, das Display einerseits mit einer intelligenten Automatik namens MiraVision auszustatten und andererseits den Nutzer manuelle Änderungen vornehmen lässt.

Wiko Fever 4G

Einstellungsfreudig: Das Display lässt sich prima auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden

Die Daten sprechen für das Display des Wiko Fever 4G, die praktischen Eindrücke jedoch hinterlassen ein wenig Bauchschmerzen. Trotzdem ist es brauchbar und alles in allem im Durchschnitt des Marktes.

Wertung: 3,5 / 5



Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de | Autor: Michael Büttner
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Themen dieser News: Testcenter, Handys unter 400 Euro, Smartphones, Wiko

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