Apple Watch als LebensretterSmartwatch liefert entscheidenen Hinweis

vom 21.03.2016, 13:45
Apple Watch
Bildquelle: Apple

Über Wearables im Allgemeinen teilen sich die Gemüter. Manch einer hält sie für vollkommen überflüssig, andere wiederum schwören, dass Smartwatches, Fitnesstracker und Co. der neue Trend sind. Für den Kanadier Dennis Anselmo ist seine Apple Watch seit dem vergangenen Sommer in jedem Fall sein persönlicher Lebensretter. Denn nur durch die Smartwatch des kalifornischen Herstellers wurde er auf seine ungewöhnlich hohen Pulswerte aufmerksam.

Eine Smartwatch wie die Apple Watch besitzt neben dem Anzeigen der Uhrzeit noch viele weitere Funktionen. Dass eines Tages aber auch das Retten eines Menschenlebens dazu zählen würde, hätten Tim Cook und sein Team bei der Entwicklung wohl kaum vermutet. Doch während den Arbeiten an einem neuen Holzzaun wurde Dennis Anselmo im Sommer 2015 im kanadischen Edmonton plötzlich unwohl. Beim Blick auf seine Apple Watch bemerkte er seinen ungewöhnlich hohen Pulsschlag von 210 Schlägen die Minute. Sofort war dem 62-Jährigen klar, dass dies in Kombination mit seiner Übelkeit kein gutes Zeichen sein konnte und kontaktierte daraufhin den Notdienst.

Später im Krankenhaus wurde ihm der Ernst der Lage erst richtig bewusst: Anselmo hatte einen Herzinfarkt erlitten. Die Hauptschlagader seines Herzens war fast zu 70 Prozent verstopft. Wie die Ärzte ihm nach der Operation bestätigten, wäre es in wenigen Stunden zu einem weiteren und dann womöglich tödlichen Herzinfarkt gekommen, wenn Anselmo die ersten Warnzeichen ignoriert hätte.

Überwältig von der Tatsache, dass es letztlich die Apple Watch war die ihm den entscheidenen Hinweis gab, dass etwas mit seinem Herz nicht stimmte, schrieb er kurz nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen worden war, eine durchweg positive Rezensionen, bekam von Apple jedoch nie ein Feedback, was ihn wiederrum sehr verwunderte. Erst ein gutes halbes Jahr später wurden die Medien auf die Geschichte aufmerksam, nachdem Anselmo in einem Apple Store beim Armbandwechsel einem Apple-Mitarbeiter von seiner Lebensretter-Smartwatch erzählte hatte.

Grundsätzlich ist an dieser Stelle allerdings darauf hinzuweisen, dass Pulsmessungen durch diverse Wearables zwar als grobe Orientierung dienen, nie jedoch die fachkundige Aussage eines Arztes ersetzen können. Fehlerhafte Messungen und Schwankungen treten bei Fitness-Trackern deutlich häufiger auf, als bei einer professionellen Untersuchung bei einem Arzt oder einer Apotheke. Dennoch können sie, wie der Fall von Dennis Anselmo zeigt, nicht nur die Uhrzeit anzeigen, sondern in bestimmten Situationen zur Lebensrettung beitragen.

Quelle: cbcnews

Autor: Katharina Schell
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Themen dieser News: Apple, Zubehör

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