Nutzeridentifikation über GehörgangDie Technik von morgen könnte Fingerabdrucksensor ersetzen

vom 20.03.2016, 12:21
Biometrische Identifikation am Gehörgang von NEC
Bildquelle: NEC

Das Smartphone mittels Code entsperren ist quasi gestern schon veraltet. Die Spitzenmodelle von heute haben in den meisten Fällen einen Fingerabdrucksensor integriert, mit dem das Smartphone vor allem sicher entsperrt werden soll. Das Unternehmen NEC Corporation hat nun eine neue Methode der Biometrie-Identifikation entwickelt, bei der der menschliche Gehörgang die Hauptrolle spielt.

Sicherheit ist das A und O, auch – oder vor allem – bei technischen Geräten wie dem Smartphone. Besitzer haben ihren smarten Begleiter in der Regel jeden Tag dabei und erledigen mittlerweile nicht mehr nur Anrufe oder Nachrichten über das Smartphone, sondern beispielsweise auch datensensibles Online-Banking. Da es jedoch immer mehr Hacker gibt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unbefugt auf Smartphones und dort gespeicherte Daten zuzugreifen, rücken immer neue Entsperr- und Sicherheitsmethoden in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Da man Codes leicht knacken kann, sollen Fingerabdrucksensor oder gar Iris-Scanner mehr Sicherheit gewährleisten. Das Unternehmen NEC Corporation hat nun eine neue Möglichkeit entwickelt, Nutzer anhand ihrer biometrischen Daten zu identifizieren. Diese Methode basiert auf dem Ohr beziehungsweise auf der Form des Gehörgangs, die bei jedem Menschen anders ausgeprägt ist – ähnlich also wie der einzigartige Fingerabdruck eines jeden Individuums.

Verfahren

Wie NEC erklärt, misst die neu entwickelte Technologie in wenigen Sekunden die akustischen Eigenschaften anhand des individuell geformten Gehörgangs. Wie man auf der Darstellung sehen kann, ist der Kopfhörer zur Bestimmung der akustischen Eingenschaften geformt wie ein herkömmlicher In-Ear-Kopfhörer. Zusätzlich besitzt er allerdings ein integriertes Mikrofon, das den Widerhall der Klänge des Kopfhörers im Gehörgang aufzeichnet. Die widerhallenden Schallwellen werden letztlich addiert, wodurch ein Mittelwert bestimmt werden kann. Je nach der Formung des Gehörgangs werden die Schallwellen bei jedem Menschen anders zurückgeworfen. Dadurch soll ein individuelles Profil entstehen, das zur Identifikation gebraucht werden und möglicherweise in Smartphones zum Einsatz kommen könnte. Laut NEC Corporation soll die Genauigkeit der Bestimmung bei 99 Prozent liegen.

NEC plant, die Technik frühestens 2018 auf den Markt zu bringen und Konsumenten sowie Herstellern anzubieten.

Quelle: NEC Corporation

Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de | Autor: Simone Warnke
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Themen dieser News: Unternehmen und Märkte, Mobilfunktechnik, Smartphones

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