Samsung Galaxy S7 / S7 edge zerlegtSo schwierig sind die neuen Galaxys zu reparieren

vom 12.03.2016, 12:42
Das Galaxy S7 edge unter der Haube
Bildquelle: iFixit

Kein neues Flaggschiff-Smartphone kommt auf den Markt, ohne dass sich die Reparaturprofis von iFixit daran machen, das Gerät in seine Einzelteile zu zerlegen um zu überprüfen, wie gut oder schlecht sich das Handy reparieren lässt. Auch das Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 edge hat man diesem Test unterzogen – mit ernüchterndem Ergebnis.

Da ein Öffnen der Geräte von Samsung nicht offiziell vorgesehen ist, mussten die iFixit-Ingenieure zunächst den Klebstoff, der das Smartphone zusammenhält, erwärmen und anschließend mit einer Saugnapf-Zange die Glasrückseite abheben. Kein einfacher Prozess, wie iFixit im Teardown-Fazit bemängelt.

Das Galaxy S7 offenbart unterhalb der Glasrückseite nochmals einen Schutz, der sich jedoch mit Schrauben einfach öffnen lässt, wie im Video zu sehen ist. Darunter liegen Akku, Motherboard und andere Komponenten, wie die 12-Megapixel-Kamera verborgen. Viele dieser Komponenten sind modular und lassen sich leicht austauschen, wie im Fazit hervorgehoben wird. Doch dies war das einzig Positive, was iFixit zum Galaxy S7 sagen konnte. Bemängelt werden die Tatsache, dass das Display entfernt werden muss, um den USB-Port auszutauschen, wobei das Display höchstwahrscheinlich zerstört wird. Auch das Gehäuse mit seiner Glasfront und -rückseite missfiel den Profis vom iFixit, die hier eine doppelt hohe Wahrscheinlichkeit von Glasbruch attestieren. Das Austauschen der Glasfront ohne das Display zu zerstören halten die iFixit-Ingenieure ebenfalls für unmöglich. So erhält das Samsung Galaxy S7 eine Reparatur-Punktzahl von 3 von 10 Punkten.

Galaxy S7 edge: Reparatur auch hier schwierig

Auch das Samsung Galaxy S7 edge ist ein harter Brocken, was die Reparierbarkeit angeht. Doch sehr zur Freude von iFixit offenbart ein Abnehmen des Glasdeckels sogleich den Akku, ein weiteres schrauben ist hier nicht nötig. Auch die anderen Komponenten waren zugänglich und modular gehalten. Doch wie auch beim kleinen Bruder Galaxy S7 ist der USB-Anschluss hier nicht zu erreichen, ohne das Display zu entfernen. Dabei ist gerade der USB-Anschluss eines Smartphones mit den größten mechanischen Belastungen ausgesetzt. Auch das größere Galaxy S7 edge fiel wegen seiner Glasoberfläche bei den Testern durch – was iFixit kritisierte, sind die gleichen Punkte, die auch schon beim Galaxy S7 den Bastlern eine gute Reparierbarkeit verhageln. Und so kommt auch das Galaxy S7 edge auf eine Reparatur-Punktzahl von 3 von 10 Punkten.

Quelle: iFixit (1) (2)

Bildquelle kleines Bild: iFixit | Autor: Stefan Winopal
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Themen dieser News: Samsung Galaxy S7 , Oberklasse-Smartphones, Samsung, Technik

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