Update WhatsApp-Service der Deutschen Telekom vor dem AusWhatsApp sperrte Telekom-Dienstleister aus

vom 24.03.2016, 12:12
WhatsApp-Infoservice der Deutschen Telekom
Bildquelle: Deutsche Telekom

Die Telekom und ihr WhatsApp-Service – was ein innovativer Kniff der Unternehmenskommunikation des DAX-Konzerns werden sollte, entwickelt sich zu einer wahren Tragödie über mehrere Akte. Noch immer funktioniert der Informationsdienst, der über aktuelle Innovationen, Produkte, Netzthemen und wichtige Unternehmens- oder Branchen-News berichten sollte, nicht. Nun hat die Telekom neue Gründe geliefert.

Die Telekom ist mit diesem Angebot der erste DAX30-Konzern, der einen derartigen Service anbietet. "Wir gehen mit unseren Inhalten dahin, wo die Menschen sich ohnehin informieren und austauschen", so Philipp Schindera, Leiter Corporate Communications bei der Deutschen Telekom. "Mehr als 35 Millionen Menschen in Deutschland nutzen WhatsApp, auf höherwertigen Smartphones erreicht der Dienst eine fast hundertprozentige Verbreitung." Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit nutzen WhatsApp bereits – Tendenz stark steigend. Der zum Facebook-Konzern gehörende Dienst konnte seine Nutzerbasis innerhalb der letzten zwei Jahre verfünffachen.

Informationsangebote über den Messenger-Dienst zu verschicken ist ein anhaltender Trend: Auch die Redaktion von inside-handy.de wendet sich seit September 2014 täglich zwei Mal werktäglich über WhatsApp an die Leser, um aktuelle Nachrichten aus der Welt der Handys und Smartphones zu verbreiten. Für die Leser ist dieser Service kostenlos und obendrein ein direkter Draht in die Redaktion von inside-handy.de – denn wie in jedem normalen WhatsApp-Chat kann auch hier geantwortet werden, um mit der Redaktion ins Gespräch zu kommen.

Die Anmeldung für den Dienst ist so einfach wie sicher: Man muss nur auf "Anmelden" klicken und den weiteren Anweisungen folgen – wenige Minuten später ist der Dienst abonniert. An Daten werden lediglich die Telefonnummer und die Chat-Historie gespeichert. Bei Nichtgefallen besteht jederzeit die Möglichkeit, sich wieder abzumelden, indem eine Nachricht mit dem Inhalt "stop" an den Absender geschickt wird.

Update (18. März) – Technische Probleme verhindern reibungslosen Start des Telekom-Services

Der WhatsApp-Infoservice der Telekom hat mit drastischen technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Nur Tage nach dem Start des Messenger-Projekts ist es nicht mehr möglich, sich dafür anzumelden. Die Deutsche Telekom hat in ihrem Blog-Artikel ein Update eingestellt, in dem sich der Telekommunikations-Konzern dazu äußert:

"Aus technischen Gründen ist unser Info-Dienst derzeit leider nicht erreichbar. Eine Anmeldung ist aktuell nicht möglich, der Nachrichtenversand funktioniert nur sehr eingeschränkt. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten – und arbeiten an einer Lösung. Sobald wir mehr wissen, werden wir an dieser Stelle darüber informieren."

Auch die Weiterleitung zum Broadcaster wurde entfernt. Bisher ist unklar, wann die Deutsche Telekom den Service wieder anbietet. Nutzer von inside-handy.de haben schon in den vergangenen Tagen Probleme mit der Anmeldung gemeldet. Sie münden nun im temporären Stopp des Anmeldeverfahrens.

Update (24. März) – WhatsApp sperrte Service-Nummern des Telekom-Dienstleisters

Wie die Deutsche Telekom der Redaktion von inside-handy.de mitteilte, ist die Ursache des Problems mittlerweile bekannt: Mehrere Rufnummern, die die Telekom beziehungsweise deren technischer Dienstleister, die WhatsBroadcast GmbH mit Sitz in Augsburg, für die Aussendung der WhatsApp-Nachrichten verwendet sind, von WhatsApp gesperrt worden. Das Facebook-Tochterunternehmen verwies auf eine Verletzung seiner allgemeinen Geschäftsbedingungen. Dort heißt es sinngemäß: "Die Nutzung des Dienstes ist einzig für den persönlichen Gebrauch erlaubt. Nicht erlaubt ist der Weiterverkauf oder das Berechnen von Gebühren für den Zugang zum Service."

Genau dies ist jedoch das Geschäftsmodell von Startups wie WhatsBroadcast und anderen Anbietern, die Dienstleistungen im WhatsApp-Netzwerk anbieten. Doch während eine Vielzahl von Angeboten – zwar überwiegend journalistischer Natur, doch auch solche, die ebenfalls von WhatsBroadcast realisiert werden – von WhatsApp offenbar toleriert werden, wurde WhatsBroadcast für die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom abgestraft. Für den Bonner Konzern ist dieses Vorgehen unverständlich: "Die Reaktion eines Internetgiganten gegenüber einem kleinen Startup ist vollkommen unangemessen", sagte Telekom-Sprecher Philipp Schindera. Die Telekom suchte nach Auskunft von Schindera das Gespräch mit WhatsApp. Eine Einigung sei aber derzeit nicht in Sicht.

An Schinderas grundsätzlicher Überzeugung ändert das vorläufige Aus in Sachen WhatsApp nichts: "Wir müssen die Kanäle bedienen, die populär sind und die uns Reichweite bringen – und WhatsApp ist unbestritten ein solcher Kanal. Deshalb ist es naheliegend, nicht nur über Facebook, Twitter und Instagram zu kommunizieren, sondern auch über diesen Weg."

Quelle: Deutsche Telekom

Mehr zum WhatsApp-Service von inside-handy.de


Bildquelle kleines Bild: App Store | Autor: Stefan Winopal
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Themen dieser News: Telekom, WhatsApp

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