Test Samsung Galaxy S7 edge im TestSamsungs Meisterstück

vom 08.03.2016, 20:38
Samsung Galaxy S7 edge

Samsung liefert sich mit dem neuen Galaxy S7 und seinem Bruder Galaxy S7 edge einen heißen Kampf gegen Apple um die Krone im Smartphone-Bau. Vor allem die Leistung der beiden Konkurrenten liegt derzeit in anderen Sphären als die des Wettbewerbs. Mit dem Benchmark-Test zeigt Samsung wieder wo der Hammer hängt und disqualifiziert vorerst die Konkurrenz, jedoch nicht das iPhone 6s Plus.

Verarbeitung und Design

Im Vergleich zum normalen Galaxy S7 unterscheidet sich das Galaxy S7 edge in diesem Jahr nicht nur durch seine abgeschrägten Displaykanten, sondern auch durch seine Größe. Waren beide Modelle im vergangenen Jahr beim S6/edge mit 5,1 Zoll noch gleich groß, so misst das Display des Galaxy S7 edge nun 5,5 Zoll. Dies macht das Galaxy S7 edge im Gesamten etwas weniger handlich. Kann man das normale Galaxy S7 noch ganz gut mit einer Hand bedienen, ist dies beim Galaxy S7 edge nicht mehr möglich, wenn auch das S7 edge mit 15 Zentimetern in der Länge und 7,2 Zentimetern in der Breite deutlich schmaler ausfällt als beispielsweise ein iPhone 6s Plus, das ebenfalls ein 5,5-Zoll-Display besitzt.

Beim Design bilden die abgeschrägten Längsseiten des Displays erneut den Fokus. Sie lassen das ansonsten mit 5,5 Zoll doch sehr große Display deutlich besser in der Hand liegen. Weniger abgeschrägt als beim normalen S7 ist dafür die Rückseite aus Gorilla Glass 4. Davon ab sprechen beide Modelle jedoch grundsätzlich die gleiche Designsprache, die einem schon vom Galaxy S6/edge bekannt ist.

Somit nimmt Samsung zum ersten Mal in der nun siebenteiligen Galaxy-S-Serie nur sehr marginale Änderung am Design vor. Den radikalen Neuanstrich erhielt bereits das Galaxy S6/edge als sich Samsung vom Plastik-Gehäuse verabschiedete und stattdessen auf Glas und Metall setzte. Dafür ernteten die Südkoreaner viel Lob und daher ist auch nicht verwunderlich, dass man an der grundsätzlichen Designlinie festhält. So besitzt auch das Galaxy S7 edge wieder einen Metallrahmen und eine Glas-Rückseite. Der Nachteil, den eine solche Glasrückseite per se mit sich bringt, ist die Anfälligkeit für Fingerabdrücke. Insbesondere bei der goldenen und silbernen Version wird die Rückseite sekundenschnell zu einem kreativen Fingerabdrucksammelsurium. Eine weitere Veränderung findet sich ebenfalls auf der Rückseite, denn die Hauptkamera steht beim Galaxy S7 edge nicht mehr so stark hervor wie noch beim Galaxy S6 edge.

Samsung Galaxy S7 edge (Test): Hands-On

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    Hands-On-Fotos der schwarzen Version des Samsung Galaxy S7 edge
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    Hands-On-Fotos der schwarzen Version des Samsung Galaxy S7 edge

Die Lautstärke-Tasten sind wie beim Galaxy S6 edge auf der linken und der Powerbutton auf der rechten Seite untergebracht. An der unteren Seite sind ein Kopfhörereingang, Micro-USB-Anschluss und der Lautsprecher zu finden. Oben am Gehäuse ist das mit der im Lieferumfang beiliegenden Nadel zu öffnende SIM-Fach, das beim Galaxy S7 edge aber nicht nur eine Nano-SIM-Karte beherbergt, sondern bei Bedarf auch eine Micro-SD-Karte zur Speichererweiterung. Vom Galaxy S5 zurückgeholt hat Samsung auch ein weiteres Feature: Das Galaxy S7 edge ist gemäß IP68-Zertifizierung wieder staub- und wasserdicht.

Ansonsten ist die Verarbeitung des Galaxy S7 edge wie auch schon beim Galaxy S6 edge, auf einem Spitzenniveau. Der Redaktion stand ein Testgerät in der Farbe Schwarz zur Verfügung. Ab dem 11. März wird es das Galaxy S7 edge aber auch in den Farben Weiß, Silber und Gold zu kaufen geben.

Fortschrittliche Display-Technologie, schickes Design, hochwertige Ingenieurskunst und eine IP68-Zertifizierung. Bei Verarbeitung und Design lässt das Galaxy S7 edge keine Wünsche offen.

Bewertung: 5/5

Display

Vor einem Jahr brachte Samsung mit dem Galaxy S6 edge das erste Smartphone mit einem beidseitig abgeschrägten Display auf den Markt. Im Sommer folgte mit dem Galaxy S6 edge Plus und seinem 5,7 -Zoll-Display dann eine Phablet-Variante und ein Galaxy-Note-5-Ersatz für den europäischen Markt. Ob Samsung auch in diesem Jahr noch ein Galaxy S7 edge Plus in der Hinterhand hält oder wieder auf die Galaxy-Note-Serie setzt, ist durchaus fraglich. Denn das Galaxy S7 edge besitzt mit seinem 5,5 Zoll großen SAMOLED-Display bereits Phablet-Maße und ist nicht mehr von der Größe her baugleich mit dem normalen Galaxy S7.

Abgesehen von der neuen Größe besitzt es jedoch die gleiche Quad-HD-Auflösung wie im vergangenen Jahr. Durch die neue Displaygröße ist die Pixeldichte mit 534 ppi jedoch etwas geringer als beim normalen Galaxy S7, das es mit der gleichen Auflösung aber einem 5,1-Zoll-Display auf 577 ppi schafft. Mit dem bloßen Auge lassen sich im direkten Vergleich jedoch keine Unterschiede feststellen. In Sachen Schärfe und Details gibt es auch beim größeren Edge-Modell nichts zu meckern. Das Super-AMOLED-Display besitzt zudem eine sehr gute Blickwinkelstabiltät, lebendige Farben und vorbildliche Schwarz- und Weißwerte.

Samsung Galaxy S7/edge Always-On-Display

Noch fehlt es dem Always-On-Display an Funktionen

Bevor auf die Funktionen des seitlich abgeschrägten Displays eingegangen werden soll, bietet das Display des Galaxy S7 edge eine weitere interessante neue Funktion. Denn zum ersten Mal kommt beim Galaxy S7 edge nun auch ein „Always-On-Display“ zum Einsatz. Ist das Smartphone gesperrt, werden dem Nutzer weiterhin Weiß auf Schwarz die wichtigsten Informationen und Benachrichtigungen angezeigt – so zumindest der Ansatz von Samsung. Denn ausgereift ist das Always-On-Display noch lange nicht. Bisher hat der Nutzer die Wahl zwischen der Anzeige verschiedener Typen von Uhren, zwei verschiedenen Kalender-Typen oder drei vorgefertigter Bilder. Die Akkukapazität wird bei der Auswahl einer Uhr oder eines Kalenders ebenfalls wie verpasste Anrufe oder SMS angezeigt. Nun aber der Kritikpunkt: Nachrichten von Chat-Diensten wie WhatsApp oder der Facebook-Messenger werden auf dem Always-On-Display ebenso wenig angezeigt wie Twitter-, Instagram-, Facebook- oder andere wichtige Benachrichtigungen. Noch steckt die Always-On-Funktion also noch in den Kinderschuhen, ein Update für mehr Funktionen wurde von Samsung jedoch bereits angekündigt. Für die ersten Käufer wird das Always-On-Display dennoch erstmal nicht den erhofften Mehrwert, nämlich weniger oft das Smartphone entsperren zu müssen, bringen.

Deutlich ausgereifter als noch vor einem Jahr zeigt sich hingegen der Seitenbildschirm. Unter Einstellungen → Seitenbildschirm kann definiert werden, was auf diesem sowohl bei eingeschaltetem als auch beim ausgeschaltetem Display zu sehen sein soll. Ganz generell gilt: Um den Seitenbildschirm bei eingeschaltetem Display sehen zu können, muss der leicht sichtbare Seiten-Panel-Pfeil zur Mitte gezogen werden. Ob das Seitendisplay rechts oder links zugänglich sein soll, kann der Nutzer nach eigenem Belieben selbst festlegen. Ebenso können die Seiten-Paneele frei konfiguriert und sortiert werden. Über das Seitendisplay erhält man als Nutzer so beispielsweise einen Schnellzugriff auf sogenannte VIP-Kontakte, den Kalender, das Wetter oder die am häufigsten genutzten Apps. Im Download-Bereich können weitere Funktionen heruntergeladen werden. Insgesamt bietet das Seitendisplay damit mehr Funktionen als noch vor einem Jahr, dennoch bedarf es weiter einer stetigen Weiterentwicklung. Insbesondere im Social-Media-Bereich (WhatsApp, Facebook, Instagram und Co.) fehlt es noch an praktischen Funktionen.

Samsung Galaxy S7 edge: Seitendisplay

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    Das Seitendisplay bietet mittlerweile deutlich mehr Funktionen als noch vor einem Jahr beim Galaxy S6 edge
  • 2/6
    Als Nutzer kann man wählen zwischen einem schnellen Zugriff auf die am häufigsten genutzen Aufgaben/Apps,...

Das Edge-Display bleibt ein Alleinstellungsmerkmal Samsungs, das in diesem Jahr ausgereifter daherkommt als beim S6 edge. Zusammen mit dem SAMOLED-Quad-HD-Display zählt es erneut zu den besten Displays, die der Smartphone-Markt zu bieten hat.

Bewertung: 5/5



Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de | Autor: Katharina Schell
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Themen dieser News: Testcenter, Oberklasse-Smartphones, Phablets, Samsung, Samsung Galaxy S7

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