Bezahlen mit GoogleGoogle Hands Free: Zahlen auf Zuruf

vom 03.03.2016, 13:53
Bezahlvorgang mit Google Hands Free
Bildquelle: Google

Während Bezahlen mit dem Smartphone in Deutschland noch ein wenig beachtetes Nischenthema ist, experimentiert Google in Kalifornien bereits mit der nächsten Innovation: Der Dienst Hands Free soll an der Kasse ein Bezahlen auf Zuruf möglich machen, das Smartphone kann in der Hosen- oder Handtasche bleiben, um die Rechnung zu begleichen.

Google startet den Pilotversuch zunächst in der technikaffinen Bay Area rund um San Francisco in der Nähe des Google-Hauptquartiers. Wer den Dienst testen möchte, erhält von Google ein Startkapital von fünf Dollar und kann damit in ausgewählten kleineren Restaurants und einigen örtlichen Filialen von McDonald's und Papa John's bezahlen. Google verspricht sowohl Komfort als auch Sicherheit, da verschiedene Mechanismen einen Missbrauch verhindern sollen.

Wer die App auf seinem Android- oder iOS-Smartphone installiert hat, an der Kasse steht und die Zauberworte "Ich zahle mit Google" ausspricht, löst damit eine neue Art des Bezahlens aus. Das Smartphone erkennt per Bluetooth, W-Lan oder GPS, ob es in der Nähe einer Kasse ist, die Hands Free unterstützt. Der Kassierer gleicht die Identität mit einem Blick auf das hinterlegte Foto und die Namensinitialen ab. In einigen Restaurants wird das Foto automatisch über eine Kamera geprüft. Der offene Betrag wird anschließend über die hinterlegte Kreditkarte abgebucht. Hands Free ist nicht mit dem Google-Dienst Android Pay verknüpft.

Der Nutzer zahlt mit seinen Daten

Unabhängig von der Sicherheit des Systems stellt sich noch die Frage, ob man Google wirklich tiefere Einblicke in das eigene Konsumverhalten geben möchte. Man braucht keine große Kreativität, um sich auszumalen, wie Google die Erkenntnisse über das persönliche Einkauf- und Verzehrverhalten in passende Werbeangebote übersetzen könnte: Wer regelmäßig bei McDonald's einkehrt und dieses Verhalten bei Google hinterlegt, ist so vielleicht besonders empfänglich für Rabatt-Aktionen von Burger King - oder für Werbung des Fitnessstudios um die Ecke. Wie bei Google üblich wird der Nutzer am Ende einen komfortablen, kostenlosen Dienst mit seinen persönlichen Daten bezahlen. Vor diesem Hintergrund bleibt anonymes Bezahlen per Bargeld eine attraktive Alternative.

Quelle: Google

Bildquelle kleines Bild: Google | Autor: Christian Koch
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