Apple Touch-IDFingerabdruck-Sensor lässt sich einfach austricksen

vom 03.03.2016, 10:45
Apple iPhone 6s im Hands-On von inside-handy.de

Der Fingerabdruck-Sensor gilt im Allgemeinen als recht sicherer biometrischer Sensor zur Identifikation des Nutzers. Dabei lässt sich der Sensor recht einfach täuschen. Mit Knetmasse zeigt ein Sensorenhersteller, wie leicht man den Sensor des iPhone knacken kann. Dieses Kunststück ist dem Chaos Computer Club (CCC) allerdings auch schon 2013 geglückt.

Benötigte der CCC 2013 beim iPhone 5s einen Laserdrucker und einen Fotoapparat, bedient sich der Sensorenhersteller Vkansee einem anderen Trick. Laut Business Insider gelingt es Vkansee mit einem Negativabdruck des Fingerabdrucks mittels Zahnarzt-Paste, die für gewöhnlich für Zahnabdrücke herhält. Mit dem Negativabdruck wird dann mittels Knetmasse einen "künstlicher Finger" zu erstellen. Der muss dann nur noch auf das zu hackende iPhone aufgelegt werden und schon soll sich das Smartphone entsperren.

Mit der Präsentation will der Sensorenhersteller wohl vor allem Werbung für seine Sensoren machen, die angeblich sicherer sind und sich nicht so einfach aushebeln lassen. Trotzdem wird hier wieder deutlich wie einfach es ist, biometrische Sensoren zu täuschen.

Microsoft baut bei seinen neuen Flaggschiffen Lumia 950 und Lumia 950 XL auch aus diesem Grund auf eine andere Art des Entsperrens: Die Amerikaner verbauen einen Iris-Scanner in die Front der Geräte, der die Netzhaut aufnimmt und aus derer Charakteristika den Nutzer identifizieren kann. Diese Methode ist laut Microsoft um den Faktor 10 sicherer als Fingerabdruck-Sensoren.

Quelle: Business Insider

Bildquelle kleines Bild: Apple | Autor: Michael Büttner
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Themen dieser News: Apple, Apple iPhone 6s/ 6s Plus

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