Smartphone-Markt stark wie nieVerkaufszahlen sprechen für weiteres Wachstum

vom 02.03.2016, 17:46
Pakete im Logistikzentrum von 1&1 in Montabaur

368 Millionen Smartphones wurden im vierten Quartal 2015 weltweit verkauft. Eine Steigerung von 14 Prozent gegenüber dem dritten Quartal, von 6 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal in 2014. Bei diesen Verkaufszahlen kann von einem Ende des Smartphones keine Rede sein – oder doch?

Der Umsatz stagnierte jedoch bei 115 Milliarden US-Dollar, denn die positive Entwicklung der Absatzzahlen wurde durch eine Verlagerung auf günstigere Modelle kompensiert: Der Durchschnittspreis sank um ebenfalls 6 Prozent. Im Gesamtjahr 2015 verkaufte die Branche 1,3 Milliarden Smartphones und steigerte ihren Absatz gegenüber 2014 damit um 7 Prozent. Auch hier glich ein Preisabfall die Stückzahlen wieder aus – zumindest teilweise: 5 Prozent Umsatzsteigerung blieben übrig, da das weltweite Preismittel um 2 Prozent zurückging. Die Elektromultis konnten sich so über 399 Milliarden US-Dollar Umsatz freuen. Diese Zahlen ermittelte das Marktforschungsinstitut GfK.

"Trotz eines rekordverdächtigen vierten Quartals – und einer insgesamt starken Entwicklung in 2015 – gibt es über die Länder hinweg gemischte Ergebnisse", erklärt Arndt Polifke, Global Director für Telekommunikation bei GfK. Weniger regionale Trends als vielmehr lokale Faktoren bestimmen ihm zufolge die Märkte: "Abweichende Wirtschaftstrends, Marktsättigung, Anpassung an den Massenmarkt, Politik, soziale Veränderungen und sogar Sportereignisse haben einen Einfluss auf die Smartphone-Nachfrage und den Preis auf Länderebene."

Der westeuropäische Markt wuchs im Vergleich mit dem Vorjahresquartal um 5,2 Prozent von 40 Millionen verkauften Geräten auf 42,1 Geräte. Gleichzeitig sank der Umsatz um 0,9 Prozent auf 17 Milliarden US-Dollar (zuvor 17,2 Milliarden US-Dollar). Der weltweite Wachstumstreiber war China. Nachdem die Entwicklung hier einige Quartale lang rückläufig gewesen war, konnte in China bereits im dritten Quartal 2015 wieder ein leichtes Wachstum erzielt werden. Im vierten Quartal wurden in Stückzahlen 12 Prozent mehr abgesetzt als im Vorjahresquartal. Auch der Umsatz entwickelte sich entsprechend positiv: Statt 28,8 Milliarden US-Dollar konnten 33,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt werden, diese Entwicklung entspricht 16,3 Prozent. Auch für das Jahr 2016 erwartet GfK für China weiteres Wachstum, ebenso soll es in Westeuropa weiter aufwärts gehen – zumindest in Stückzahlen. Da der Durchschnittspreis in Deutschland und den Nachbarländern eher rückläufig ist, erwartet das Marktforschungsinstitut hier einen Rückgang von 1,6 Prozent (53,6 zu 52,7 Milliarden US-Dollar).

Nur bergab geht es für den Markt in Lateinamerika. Die verkauften Stückzahlen gingen im vierten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahr um 12,7 Prozent zurück, hinzu kommt ein Trend zu günstigeren Geräten. In US-Dollar ausgedrückt macht das einen Rückgang um 2,2 Milliarden US-Dollar auf nunmehr 7,4 Milliarden US-Dollar (-23,3 Prozent). Auch die Prognose für 2016 fällt für die lateinamerikanischen Märkte wenig rosig aus: Sowohl die Stückzahlen als auch die Umsätze werden laut GfK-Prognose weiterhin rückläufig sein. Für 2016 erwarten die Marktforscher hier einen Umsatz von 25,5 Milliarden US-Dollar (-5,7 Prozent, von 27,0 Milliarden US-Dollar) und verkaufte Stückzahlen von 108,8 Millionen (-0,8 Prozent, von 109,7 Millionen).

Zur Erhebung dieser Daten werden von GfK kontinuierlich Stichproben der unterschiedlichen Absatzkanäle erfasst und hochgerechnet. Weltweit fließen so Daten von mehr als 425.000 Verkaufsstellen zusammen. Für die USA nutzt GfK eigene Markt- und Konsumforschungsmethoden.

Quelle: GfK

Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de | Autor: Stefan Winopal
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Themen dieser News: Unternehmen und Märkte, Smartphones

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