Android-Apps für Windows 10Microsoft gibt "Project Astoria" endgültig auf

vom 26.02.2016, 14:17
Der Microsoft Campus bei Seattle
Bildquelle: Microsoft

Nach nur wenigen Monaten und starken Problemen bei der Integration in Windows 10 zieht Microsoft nun einen Schlussstrich unter das "Project Astoria" wie die Windows Bridge for Android zwischenzeitlich hieß. "Project Islandwood", die Windows-Brücke zu iOS-Apps, bleibt allerdings erhalten.

Auf der Build-Konferenz im vergangenen Jahr verkündete Microsoft eine Strategie, mit der es endlich den App-Store seines Mobilbetriebssystems Windows 10 Mobile füllen wollte: Entwickler anderer Plattformen, iOS und Android nämlich, sollten ihre Apps mit wenig Aufwand auch für die Microsoft-Plattform zur Verfügung stellen können. Während es bei iOS-Apps vielerorts mit einem einfachen Neukompilieren des Projekts getan sein sollte, um eine native Windows-10-App zu erzeugen, räumte Microsoft allerdings schon damals ein, dass die Anpassung von Android-Projekten etwas schwieriger werden würde. Letzten Endes sollten die so geschaffenen Apps in einem Android-Subsystem von Windows 10 ausgeführt werden, was den Entwicklern auf der Zielgerade der Entstehung von Windows 10 Mobile einiges Kopfzerbrechen bereitete. Nun verkündet der Konzern, das Projekt endgültig begraben zu wollen und empfiehlt Alternativen.

Wie Microsoft in seinem Entwicklerblog schreibt, habe die Möglichkeit Code von verschiedenen anderen konkurrierenden Mobilplattformen auf die Universal Windows Platform (UWP) zu bringen in der Vergangenheit zu Verwirrung geführt. Nach reiflicher Überlegung habe man sich dann entschlossen, die Bemühungen auf der Windows Bridge für iOS, ursprünglich als "Project Islandwood" bezeichnet, zu konzentrieren. Diesen Weg empfiehlt Microsoft nun allen Entwicklern, die sich für die Android-Brücke interessiert hatten.

Als weitere Alternative führt Microsoft Xamarin an. Der Konzern aus Redmond hat das dahintersteckende Unternehmen vor wenigen Tagen akquiriert. Mit Xamarin soll es nicht nur möglich sein, alle Windows-10-Geräte (Smartphone, Tablet, PC, Xbox, …) zu erreichen, die Lösung erlaube es auch mit einem Großteil des gleichen Codes native Apps für Android und iOS zu entwickeln.

Weitere Details zu Microsofts überarbeiteter Entwickler-Strategie möchte das Unternehmen auf der diesjährigen Build-Konferenz bekannt geben, die vom 30. März bis zum 1. April in San Francisco stattfindet.

Quelle: Microsoft

Bildquelle kleines Bild: Microsoft | Autor: Stefan Winopal
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Themen dieser News: Microsoft, Technik

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