MWC Dial - Die Anti-SmartwatchDeutsche Telekom und will.i.am kündigen neue Super-Smartwatch an

vom 22.02.2016, 22:17
Will I Am zeigt die Dial-Smartwatch

Die Deutsche Telekom hat den Mobile World Congress (MWC) in Barcelona genutzt, um eine neue Smartwatch vorzustellen. Der Name: dial. Dabei handelt es sich im ein Produkt, das mit i.am+ entwickelt wurde, einem Unternehmen, das vom Musiker will.i.am gegründet wurde und von Chandra Rathakrishnan geleitet wird.

Während die meisten Musik-Fans bei dem Namen will.i.am sofort wissen, wer gemeint ist, klingelt es bei Rathakrishnan nicht zwingend sofort. Und doch ist der Mann in der Technik-Branche kein Unbekannter. Im Jahr 2011 sorgte er mit seiner ehemaligen Tablet-Firma Fusion Garage für reichlich Aufsehen, als er während der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC mit Hilfe eines Flugzeugs in Anlehnung an das Apple-Logo kernige Schriftzüge wie "Forget the fruit" an den Himmel malen ließ. Mit dem Tablet seiner Firma wollte er alles besser machen, legte aber eine fundamentale Bruchlandung hin. Bereits Anfang 2012 war Fusion Garage schon wieder pleite.

Nun kehrt Rathakishnan als Chef von i.am+ zurück auf die Bildfläche der Technikwelt und hat mit will.i.am einen finanzstarken Partner an seiner Seite. So überraschte es auch wenig, dass nicht etwa der eigentliche Geschäftsführer, sondern vielmehr der Musiker größtenteils durch die Präsentation der Smartwatch auf einer groß angelegten Telekom-Party am Rande des MWC führte. Doch Moment: ist die dial wirklich eine Smartwatch? Will.i.am war bemüht, genau das zu verneinen. Das neue Gadget sei vielmehr ein Telefon am Handgelenk.

Kein Wearable für kleine Handgelenke

Über das Design der dial kann man sicherlich streiten, kommt sie schließlich mit einem recht wuchtigen Äußeren daher und wirkt recht steif. Die vorgeführten Demo-Szenarien machten deutlich, dass die Uhr in erster Linie nicht über Apps, sondern per Sprachbefehl gesteuert werden kann. Telefonieren, SMS schreiben, Twitter-Postings absetzen, Musik-Playlisten erstellen, fast alles funktioniert auf Basis verbaler Kommandos, die über die mobile Plattform AneedA realisiert werden. Dass AneedA fast wie Siri klingt und ebenso schnippische Antworten geben kann, sei nur am Rande erwähnt. 

Die Nutzung der Uhr ist unabhängig von einem Smartphone möglich. Sie zeichnet sich nach Angaben der Telekom besonders durch die neue, intelligente und kontextbezogene Suche sowie eine persönliche, künstliche Intelligenz aus. In die Front ist zudem eine Kamera mit 2-Megapixel-Sensor integriert, der zum Beispiel für Selfies verwendet werden kann.

Dial Smartwatch
Bildquelle: Deutsche Telekom 

Die Verbindung zum Internet wird über eine Nano-SIM-Karte hergestellt. Nutzer können ihre vorhandene mobile Nummer behalten und über eine Vernetzung mit der Plattform unter einer einzigen Identität Anrufe und Nachrichten auf verschiedenen Geräten tätigen und empfangen. Damit auch Fitness-Funktionen nicht zu kurz kommen, wurde neben einem GPS-Empfänger auch an verschiedene andere Sensoren gedacht. 

Wann genau die dial-Smartwatch mit ihrem 2 Zoll großen Touchscreen erhältlich sein wird und was sie kosten soll, wurde noch nicht verraten. Im Laufe des Jahres soll sie aber in verschiedenen europäischen Ländern, in denen die Telekom aktiv ist, eingeführt werden und dort exklusiv über die Telekom vertrieben werden - wohl auch in Deutschland. 

Quelle: Deutsche Telekom

Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de | Autor: Hayo Lücke
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Themen dieser News: Wearables, MWC Barcelona, Telekom, Unternehmen und Märkte

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