MWC Samsung Galaxy S7/edge im Hands-On und VideoOffizielle Präsentation der Samsung-Spitzenmodelle

vom 22.02.2016, 15:56
Samsung S7, S7edge und Gear 360
Bildquelle: Samsung

Es ist soweit: Samsung stellt endlich offiziell vor, was schon längst kein Geheimnis mehr war: das Samsung Galaxy S7 und das Samsung Galaxy S7 edge kommen in den Handel. Die Redaktion von inside-handy.de liefert alle Details.

Samsung Galaxy S7

Das Galaxy S7 wird mit einem Aluminium-Gehäuse und einem 5,1 Zoll (12,92 Zentimeter) großen Super-AMOLED-Display auf den Markt gebracht, das von Gorilla Glass 4 geschützt wird. Das Display ist ein sogenanntes "Always-On-Display", das wichtige Informationen immer anzeigt. Für Freunde digitaler Fotografie steht eine 12-Dualpixel-Kamera zur Verfügung. Die Blende der Kamera lässt mit f/1.7 viel Licht durch und sorgt so auch bei wenig Tageslicht für rauschfreie Bilder, verspricht Samsung. Mit der Dual-Pixel-Technologie wird für eine sofortige Fokussierung gesorgt und die Pixel sind mit 1,4 Mikrometer 56 Prozent größer als vorher, sodass 25 Prozent mehr Licht auf den Sensor kommt. Auf der Vorderseite kann für Selfies und Videochats eine 5-Megapixel-Kamera verwendet werden. Die Kamera besitzt außerdem eine neue Panorama-Funktion, die Samsung "Motion Panorama" nennt. Damit können Panorama-Bilder als Bewegtbild von links nach rechts angezeigt werden.

Samsung Galaxy S7

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    inside-handy konnte sich auf dem Mobile World Congress(MWC) einen ersten Eindruck vom Samsung Galaxy S7 verschaffen
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    Optisch ist das Galaxy S7 behutsam weiterentwickelt worden...

Beim Prozessor hat sich Samsung für den neuen Exynos 8890 entschieden, der mit acht Kernen ausgestattet ist und auch unter dem Namen Exynos 8 Octa vertrieben wird. Er ist gegenüber dem Vorgänger Exynos 7420 nicht nur 10 Prozent stromsparender unterwegs, sondern laut Hersteller auch 30 Prozent schneller. Mit an Bord ist auch LTE-Technik der neuesten Generation, die Downloads mit bis zu 600 Mbit/s im Down- und 150 Mbit/s im Upstream ermöglicht. Allerdings müssen die Mobilfunknetze auch entsprechend ausgebaut sein und das ist nach heutigem Stand zumindest in Deutschland noch nicht der Fall.

Beim Akku setzt Samsung auf eine 3.000 mAh-Variante, die mit einer Schnellladefunktion ausgestattet ist. Das Gehäuse des Samsung Galaxy S7 ist laut IP68-Standard staub- und wasserdicht. Es überlebt also auch über einen längeren Zeitraum unter Wasser, sollte aber nicht für Tauchgänge verwendet werden. Der interne Speicher ist bereit, 32 GB aufzunehmen und lässt sich per Micro-SD-Karte um bis zu 200 GB erweitern.

Das Galaxy S7 kommt mit Android 6.0.1 Marshmallow und der eigenen Oberfläche TouchWiz. Hier gibt es eine Neuerung, die besonders für Gamer interessant sein dürfte, der sogenannte Game Launcher. Damit lassen sich zum Beispiel Benachrichtigungen deaktivieren, während man spielt. Durch eine Senkung der Auflösung und der Framerate bei Spielen lässt sich die Akkulaufzeit um 10 bis 15 Prozent verlängern. Auch sind sogenannte Screencasts mit dem Game Launcher möglich. Mithilfe der Frontkamera lässt sich auch der Spieler selbst aufnehmen.

Samsung Galaxy S7 edge

Die generelle Ausstattung des Galaxy S7 edge ist ähnlich, allerdings kommt dieses Handy wie der Vorgänger mit abgerundeten Display-Kanten auf den Markt, die die Möglichkeit geben, zusätzliche Informationen oder Schnellstart-Icons anzuzeigen. Insgesamt ist der Super-AMOLED-Bildschirm mit einer diagonalen Abmessung von 5,5 Zoll (13,95 Zentimeter) etwas größer als beim Schwestermodell Galaxy S7. Durch die größeren Abmessungen ist es auch möglich, dem Akku eine größere Kapazität zu verleihen: 3.600 mAh.

Samsung Galaxy S7 edge

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    Das Samsung Galaxy S7 edge im Hands-On von inside-handy.de auf dem Mobile World Congress (MWC) 2016 in Barcelona
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    Das Samsung Galaxy S7 edge im Hands-On von inside-handy.de auf dem Mobile World Congress (MWC) 2016 in Barcelona

Angeboten werden sowohl das Samsung Galaxy S7 und das Galaxy S7 edge in den Farben Schwarz, Weiß, Silber und Gold. Das Samsung Galaxy S7 kostet laut vorab bekannnt gewordenen Informationen von Saturn 699 Euro, das Galaxy S7 edge 799 Euro. Die beiden Geräte sollen ab Mitte März erhältlich sein.

Gear 360

Bei der Pressekonferenz in Barcelona stellt Samsung nicht nur die beiden neuen Spitzenmodelle Galaxy S7 und S7 edge vor, sondern auch noch ein weiteres Gadget, die Gear 360, eine 360-Grad-Kamera mit Stativ. Die Kamera ist mit zwei 15 Megapixel CMOS-Sensoren ausgestattet und die Bilder werden mit zwei 195 Grad-Fisheye-Linsen aufgenommen. Mithilfe dieser können beispielsweise 180-Grad-Videos oder 360-Grad-Videos aufgenommen werden, mit einer Auflösung von 3840 x 1920 Pixeln. Während das Video mit der Kamera aufgenommen wird, wird es live auf dem Galaxy S7 zusammengefügt. Die Videos können auf einer microSD-Karte mit bis zu 128 GB Speicherkapazität gespeichert werden. Die Videos lassen sich zudem sowohl auf dem Smartphone, als auch auf dem PC erstellen, mit Hilfe einer Gear 360 App, die im Galaxy App-Store und im Google Play-Store runter geladen werden kann. Die aufgenommenen Videos können direkt in bekannten Social-Media-Kanälen hochgeladen werden, dazu gehört auch Google Street View. Die Gear 360 ist kompatibel mit den neuen Galaxy S7-Modellen, sowie dem Galaxy S6 edge+, Galaxy Note 5, Galaxy S6 edge und Galaxy S6. Die Gear 360 soll ab dem zweiten Quartal 2016 erhältlich sein.

Samsung Gear 360: Hands-on Fotos

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    Die Gear 360 konnten wir uns auf dem MWC 2016 vor Ort ansehen. Die Kamera ermöglicht 360 Grad Aufnahmen und eigenet sich dadurch natürlich für Virtual Reality Anwendungen
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    Die beiden Linsen sind Ultra-Weitwinkel Objektive mit 15 MP Auflösung. Die Cam kommt zusammen mit einem kleinen Stativ.

Mit einer bombastischen Präsentation stimmte Samsung das Fachpublikum auf die neuen Geräte Galaxy S7 und Galaxy S7 edge ein. Ob die beiden halten, was der koreanische Elektronik-Riese verspricht, zeigt das Hands-On von inside-handy.de.

Samsung hat bei den beiden Flaggschiffen Galaxy S7 und S7 edge nicht am ganz großen Rad gedreht, aber mindestens stabile Modellpflege betrieben. Einige alte Stärken wurden wieder entdeckt und einige Verbesserungen des Galaxy S6 gegenüber dem S5 wurden beibehalten, oder sogar noch etwas poliert.

Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 edge im Hands-On

Schon fast legendär und mittlerweile in der siebten Auflage kommt das neue Samsung-Galaxy-S-Smartphone daher und wirkt wegen zwei, drei kleinen Design-Veränderungen gegenüber dem Galaxy S6 noch einmal edler, ist aber auch etwas besser zu bedienen.

Auf den ersten Blick hat sich bis auf die Farbauswahl beim Äußeren des Galaxy S7 gegenüber dem Galaxy S6 wenig getan. Doch beim ersten Anfassen spürt der Nutzer direkt die jetzt abgerundeten Rückdeckel-Kanten. Sie führen dazu, dass das Galaxy S7 tiefer in der Hand liegt. Damit lässt es sich umfänglicher greifen und liegt insgesamt fester in der Hand. Bei den Bedienelementen hat Samsung dagegen alles beim guten Alten belassen. Alle Taster und auch der Home-Butten sind leicht erreichbar und besitzen gute Druckpunkte.

Beim Galaxy S7 edge wurde beim Design vor allem die Größe verändert. Samsung verzichtet bei der siebten Generation auf eine edge-Version in der Größe des herkömmlichen Flaggschiffs und vertraut auf ein Display mit 5,5 Zoll Größe und einer QHD-Auflösung. Damit stellt sich die Frage, welche Produktpolitik Samsung in Hinblick auf ein mögliches Galaxy S7 edge Plus oder ein Note edge fahren will. Die Entscheidung gegen ein kleines Modell der edge-Reihe wird wohl mit der Kanibalisierung des eigenen Flaggschiffs durch den edge-Bruder begründet sein. Hier will man wohl einen größeren Unterschied und damit eine differenziertere Klientel ansprechen. Wer also edge-Displays will, muss nicht nur tiefer in die Tasche greifen, sondern auch auf ein größeres Modell bauen.

Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 edge im Vergleich

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    Links das Samsung Galaxy S7in weiß, rechts das Galaxy S7 Edge in silber
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    Offensichtlicher Unterschied: die abgerundeten Kanten des Edgee-Displays

Das Äußere des Galaxy S7 und des Galaxy S7 edge gewinnt jedoch noch mehr durch eine andere Veränderung: Die Kamera wurde von Samsung tiefer in das Gehäuse eingebettet und stiert so nicht mehr ganz so weit heraus, wie es noch beim Galaxy S6 der Fall ist. Die 12-Megapixel-Kamera wurde von Samsung mit einem lichtstärkeren Objektiv ausgestattet, das jetzt mit einer Blende von 1:1,7 die höchste Lichtdurchlässigkeit auf dem Smartphone-Markt bietet. Was die Kamera allerdings im Endeffekt drauf hat und was die vollständige Ausstattung des Sensors mit AF-Pixeln bringt, kann nur der ausführliche Test von inside-handy.de zeigen.

Bei zwei Funktionen besinnt sich Samsung wieder zurück auf alte Tugenden: Das Galaxy S7, sowie das Galaxy S7 edge besitzt neben dem Steckplatz für die SIM-Karte auch einen Schacht für eine Micro-SD-Karte. Damit lassen sich die neuen Flaggschiffe wieder in der Speicherkapazität anpassen und die verschiedenen Speichervarianten werden wieder dem Konkurrenten Apple allein überlassen. Die zweite neue altbekannte Funktion betrifft die Dichtigkeit der neuen Galaxy-Modelle vor Wassereintritt und Staubeindringung. Samsung gönnt seinen neuen Flaggschiffen wie dem ehemaligen Spitzenmodell Galaxy S5 eine IP-Zertifizierung, die beide ein Wasserbad überleben lässt.

Eine Kritik, die sich beide neuen Flaggschiffe gefallen lassen müssen, ist die neue Farbauswahl, die mit einer goldenen und einer silbernen Version zwar recht schick daher kommt, jedoch einen entscheidenden Nachteil innehat. Die beiden Metall-farbenen Versionen sind dermaßen empfindlich gegenüber Fingerabdrücken, dass die freundlichen Helfer bei der Präsentation mit dem Abwischen der Telefone nicht nachgekommen sind. Hier sind eine klare Schutzhülle oder Stoffhandschuhe eigentlich Pflicht.

Samsung: "Haben das Kundenfeedback angenommen"

Im Gespräch am Messestand erklärt Samsung-Produktmanagerin Alexandra Zaddach, warum das Galaxy S7 im Gegensatz zu seinem Vorgänger über einen Micro-SD-Slot verfügt und wasser- sowie staubdicht ist: "Wir haben das Kundenfeedback aufgenommen." Beim Galaxy S6 habe der Fokus noch auf einem neuen Design-Konzept gelegen, für einen SD-Kartenslot und ein wasserfeste Gehäuse fehlte vor dem Marktstart schlichtweg die Zeit. "Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch und wollten daher bei den Funktionen des S6 keine Kompromisse machen", so Zaddach. Dass die Kunden beide Funktionen nach dem Galaxy S5 vermissen würden war Samsung klar und daher habe man zum S7 auch "einige Monate Entwicklerzeit, viel Schweiß und Fleiß" investiert, um das Design des S6 mit den beliebten Features zu kombinieren. Herausgekommen sei das Galaxy S7.

Auf der Wunschliste mancher Samsung-Fans steht nun weiterhin ein austauschbarer Akku, wie ihn LG gerade beim G5 präsentiert hat. "Wir werden prüfen, ob wir den Akku in Zukunft wieder austauschbar machen können", sagt Zaddach zu. Durch ein "perfektes Energiemanagement" und das stromsparende Konzept des Always-On-Displays sei sie jedoch überzeugt, dass ein austauschbarer Akku gar nicht mehr so gefragt sein werde.

Eine weitere Frage, die in den letzten Monaten diskutiert wurde, ist die Zukunft der Note-Serie: Dass es weiterhin Note-Modelle geben wird, steht außer Frage und die Nachfrage im deutschen Markt wäre ausreichend groß. Da bei Samsung die Geräte jedoch nur europaweit und nicht für einzelne Länder präsentiert werden, müssten sich neben den Deutschen noch ein paar andere Länder für große Smartphones mit Stift-Bedienung interessieren.



Bildquelle kleines Bild: Evan Blass@Twitter | Autor: Hayo Lücke
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Themen dieser News: Samsung, Mobilfunk-News, MWC Barcelona, Oberklasse-Smartphones, Samsung Galaxy S7 , Smartphones

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