Handystrahlung hemmt SpermienproduktionHäufiges Telefonieren könnte Männer unfruchtbar machen

vom 24.02.2016, 20:44
Mann der gerade telefoniert (Symbolbild)
Bildquelle: Pixabay

Eine Israelische Studie kam zu einem verblüffenden Ergebnis: Männer die ihr Handy intensiv nutzen produzieren demnach weniger fortpflanzungsfähige Spermien als Männer, die ihr Mobiltelefon nur gelegentlich verwenden.

Die Studie die in Haifa durchgeführt wurde kam zu dem Ergebnis, dass regelmäßige intensive Nutzung des Smartphones die Spermienproduktion und damit die Fortpflanzungsfähigkeit hemmt. Die Medizinische Fakultät des Technion untersuchte dazu ein Jahr lang 106 Männer, befragte diese zu ihrer Handynutzung und prüfte die Qualität ihres Spermas. Die Probanden, die täglich mehr als eine Stunde lang telefonierten, verfügten zu über 60 Prozent über eine ungewöhnlich niedrige Konzentration an Spermien. Bei lediglich 35 Prozent der übrigen Männer wurden vergleichbar niedrige Werte gefunden. Besonders schädlich, so fanden die Forscher heraus, ist das Telefonieren während das Handy am Ladegerät hängt.

Doch damit nicht genug: Auch davon, das Handy in der Hosentasche zu tragen, raten die israelischen Wissenschaftler ab. Ihr Ergebnis: Bei fast 50 Prozent der Männer, die ihr Smartphone griffbereit in der Hosentasche (oder weniger als 50 Zentimeter von der Lendengegend entfernt) tragen, ist die Anzahl der Spermien verringert.

Zusammenhang bedarf weiterer Forschung

Wie der Hauptautor der Studie, Dr. Ariel Zilberlicht, allerdings selbst bestätigt, bedarf es um wissenschaftlich belastbare Ergebnisse zu erhalten weitere, größer angelegte Versuche über den Einfluss elektromagnetischer Strahlung auf die Reproduktionsfähigkeit.

Zilberlicht empfiehlt allen Männern jedoch trotzdem, sich beim Telefonieren kurz zu fassen, das Handy nicht während des Ladevorgangs zu nutzen, sondern es dabei auszuschalten, nicht direkt neben dem Smartphone zu schlafen und das Gerät möglichst nicht in der Nähe des Lendenbereichs zu tragen. Zum Telefonieren, so empfiehlt der Wissenschaftler, sollte nach Möglichkeit ein Headset oder eine Freisprecheinrichtung genutzt werden.

Quelle: derStandard.at

Bildquelle kleines Bild: Pixabay | Autor: Stefan Winopal
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Themen dieser News: Mobilfunk-News, Handys, Smartphones

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