Apple gegen das FBIKeine Entschlüsselung von iOS bei Terrorverdacht

vom 17.02.2016, 17:08
Apple iPhone 6s im Hands-On von inside-handy.de

Das mobile Betriebssystem iOS von Apple bleibt weiter eine schier uneinnehmbare Festung. Das machte jetzt Apple-Chef Tim Cook in einem offenen Brief an seine Kunden noch einmal klar. Auslöser des Statements war die Forderung eines US-Gerichts, Apple solle die FBI beim Hacken eines iPhones unterstützen und eine Backdoor in das eigene System programmieren.

Nach dem Massaker in San Bernadino Anfang Dezember des vergangenen Jahres, will das Ferderal Bureau of Investigation Apple dazu bringen das iPhone eines Täters zu entschlüsseln, um so an eventuell wichtige Informationen zum Hintergrund der Tat zu gelangen. Diese Unterstützung verweigert Apple allerdings vehement.

In einem offenen Brief erklärt Tim Cook seine Sicht der Dinge und unterstreicht noch einmal, dass Apple nicht willens ist, auch nur ein Handy für die Regierung zu öffnen. Apple will von vorneherein keinen Präzedenzfall zulassen, um nicht gegebenenfalls auch für andere Regierungen ein Ziel zu werden, um an Daten zu kommen. Hintergrund hier ist, dass auch andere Regierungen Daten von Nutzern verlangen könnten und mit einem Verkaufsverbot in ihren Ländern drohen könnten.

Eine Backdoor, also eine Software-Hintertür für staatliche Kontrollinstanzen, will Apple ebenfalls nicht in seine Software einbauen. Die Begründung ist simple, wie auch verständlich: Wo die guten rein kommen, da kommen auch die bösen Buben rein. Dieses Risiko will man seinen Kunden nicht aufhalsen.

Quelle: Apple

Bildquelle kleines Bild: Apple | Autor: Michael Büttner
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Themen dieser News: Apple, Apple iPhone 6s/ 6s Plus, IOS, Unternehmen und Märkte

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