Maru OS: Android-Smartphone als Desktop-PCErste Beta-Version für Nexus 5 kommt nächste Woche

vom 09.02.2016, 14:21
Maru OS
Bildquelle: Maru

Smartphones werden zu Desktop-PCs. Das Prinzip kennt man bereits von Microsofts Windows Continuum für Lumia-Geräte oder auch von Canonical mit Ubuntu Convergence. Nun sollen auch Android-Smartphones in kleine PCs verwandelt werden können: Geschehen soll das mittels "Maru OS", das das Smartphone mit einem Display verbindet und mit einer Desktop-Fläche versieht.

Die eigens dafür entwickelte Software Maru OS basiert auf Android in der Version 5.1 Lollipop und wird von einer weiteren, auf Debian basierenden, Linux-Desktop-Version ergänzt. Das Prinzip ist einfach: Nutzt man das Smartphone, besitzt es die normale Smartphone-Oberfläche mit verschiedenen Apps zur Auswahl. Wenn man das Gerät allerdings mittels HDMI-Anschluss an ein Display anschließt, wird Debian aktiviert und das Smartphone zu einer Desktop-Oberfläche. Das bedeutet, dass auf dem Smartphone eine Oberfläche mit Fenstern und zugehörigen Apps angezeigt wird.

Die Linux-Version verfügt über den Zugriff auf den Internetzugang. Man kann also auch über Mobilfunk ins Internet gehen sowie auf den SD-Speicher des angeschlossenen Smartphones zugreifen, sodass Nutzer Daten aller Art, beispielsweise Fotos, auf der Desktop-Oberfläche bearbeiten können. Um die Oberfläche zu bedienen und zu nutzen, brauchen Nutzer eine Maus samt Keyboard. Wie es heißt, soll die Verbindung zwischen den zwei Geräten innerhalb von fünf Sekunden aufgebaut sein. Bei einer Kopplung ist das Smartphone auch weiterhin als solches nutzbar.

Zu beachten ist, dass Maru OS vorerst nur für das Nexus 5 bereit gestellt wird. Wer das System ausprobieren möchte, muss natürlich einerseits ein Nexus 5 besitzen. Andererseits müssen Interessenten sich für die Mailingliste registrieren und in eine Warteliste eintragen lassen. Laut den Entwicklern soll die erste Beta-Version bereits in der kommenden Woche freigegeben werden. Google selbst soll derzeit noch an einer eigenen Lösung arbeiten, die vorsieht, Android und Chrome OS zusammenzubringen.

Quelle: Maru via Heise Online

Bildquelle kleines Bild: Maru | Autor: Simone Warnke
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Themen dieser News: Android

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