Test Xiaomi Redmi 3 im TestFür eine Handvoll Dollar

vom 02.02.2016, 16:14
Xiaomi Redmi 3

Der Senkrechtstarter Xiaomi hat mit dem Redmi 3 ein Smartphone in das Duell mit den Konkurrenten gebracht, das in seinem Heimatmarkt für unter 100 Euro verkauft wird und mit Mittelklassetechnik den Markt kräftig aufrüttelt. Was man für eine Handvoll Dollar erwarten kann und ob der Colt des Redmi 3 auch hierzulande raucht, klärt der Test von inside-handy.de.

Das Xiaomi Redmi 3 sollte beim Blick auf die technischen Daten und den Originalpreis von unter 100 Euro wohl locker zum Preis-Leistungs-Sieger avancieren. Dabei gibt es allerdings drei Probleme: Xiaomi verkauft seine Handys offiziell nicht in Deutschland und so kostet das Gerät über Händler wie Aliexpress - Gesamtpreis inklusive Versand: 164,95 Euro - entsprechend mehr und die Hard-, wie auch die Software ist nicht auf den hiesigen Markt ausgelegt. Dazu kommt, dass nicht alle Händler koscher sind und es auch hier schwarze Schafe geben kann. So warnte erst kürzlich die Verbraucherzentrale vor Fallen beim Online-Shopping in Fernost.

Design und Verarbeitung

Xiaomi schnallt um die Elektronik des Redmi 3 ein Metall-Unibody-Gehäuse. Dabei unterteilt es sich in drei Bereiche, die durch fühlbare Übergänge voneinander getrennt sind. Das Gehäuse wurde auf der Rückseite mit einer auffälligen Verzierung versehen, die allerdings nicht eingefräst wurde, sondern ohne haptische Rückkopplung daherkommt. Der Rücken des Redmi 3 krümmt sich zu den Rändern hin in weiten Radien, was es etwas pummelig erscheinen lässt. Das führt dazu, dass die eigentlich plan eingelassene Kamera, in der Rundung aus dem Gehäuse heraussteht – ein Detail, jedoch werden sich Designfetischisten daran stören.

Der Rückdeckel des Smartphones aus China mündet an der Front in eine chromfarbene Umrandung, die das Display und die in Weiß gehaltene Front umschließt. Die Tasten in der rechten Flanke sind dabei gut zu erreichen und besitzen einen spürbaren und straffen Druckpunkt. Die linke Seite des Rahmens wird allein von der riesigen Schublade für die SIM-Karten sowie die Micro-SD-Karte belegt. Einen der beiden Kartenplätze teilen sich die zweite SIM- und die Micro-SD-Karte, womit sich der Nutzer entscheiden muss, welche Funktion er bevorzugt.

Xiaomi Redmi 3 im Test

  • 1/20
    Das Xiaomi Redmi 3 kommt trotz seines nativen Preises von unter 100 Euro ....
  • 2/20
    ... mit einem Metallgehäuse daher.

Die Front wird beherrscht vom 5 Zoll großen Display, das an den langen Seiten von relativ kleinen Rahmenbreiten eingenommen wird, jedoch ober- und unterhalb recht viel Platz bis zum Rahmen bereithält. Der Platz wird unterhalb des Displays von Offscreen-Tasten und oberhalb des Panels von Lautsprecher, Frontkamera und Sensoren genutzt.

Das Gewicht von gut 140 Gramm, ist zwar spürbar, jedoch ist das Redmi 3 weit davon entfernt, ein schwerer Klotz zu sein. Insgesamt wirkt die Haptik trotz des Metallgehäuses weniger hochwertig als bei teureren Konkurrenten. Mag sein, dass die Chinesen in ihrem Einsteiger-Smartphone etwas dünneres Metall nutzen und an den Oberflächenbehandlungen etwas sparen. Trotzdem fühlt es sich in Ordnung an und die Verarbeitung ist alles in allem akzeptabel.

Xiaomi Redmi 3

Am falschen Ende: Xiaomi gibt nicht viel Zubehör dazu, Aliexpress dafür umso mehr 

Der Lieferumfang, der über den Händler Aliexpress in die Redaktion kam, konnte im ersten Moment Eindruck schinden: Zwei Display-Schutzfolien, eine Display-Schutzscheibe und ein durchsichtiges Case bieten nicht alle Hersteller als natives Zubehör an. Das große "Aber" folgt jedoch auf dem Fuße: Ein europäisches Netzteil wäre, wie auch ein Headset oder zumindest ein paar Kopfhörer, eine nette Geste gewesen. Stattdessen wird ein etwas windiger Adapter vom chinesischen auf den europäischen Standard mitgeschickt. Er funktioniert und sieht dabei miserabel aus. Das Problem mit dem Netzteil und den Kopfhörern sollte jedoch nicht zu hoch gehangen werden, da beides in deutschen Haushalten wohl zu Genüge herumliegt.

Das Xiaomi Redmi 3 bietet eine durchschnittliche Haptik und eine ebenfalls im Mittelfeld des Marktes liegende Verarbeitung. Somit gibt es eigentlich wenig zu kritisieren, Gänsehaut und Freudensprünge stellen sich beim Design und der Verarbeitung jedoch nicht ein.

Wertung: 3,5 / 5



Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de | Autor: Michael Büttner
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Themen dieser News: Testcenter, Handys unter 100 Euro, Handys unter 200 Euro, Smartphones, Xiaomi

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