Swiss erlaubt Telefonate im FlugzeugBoeing 777-300ER von Swiss wird zum fliegenden WLAN-Hotspot

vom 27.01.2016, 14:49
Swiss Boeing 777-300ER
Bildquelle: Swiss

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss bietet an Bord ihrer neuen Maschinen vom Typ Boeing 777-300ER nicht nur einen schnellen Internetzugang an, sondern gestattet auch Telefonate an Bord. Diese Entscheidung kommt überraschend, denn Swiss ist wie Austrian Airlines eine Tochtergesellschaft von Lufthansa und dort ist das mobile Telefonieren während des Fluges wie bei der Muttegesellschaft selbst aus Rücksicht auf Mitreisende nicht gestattet.

Die Boeing 777-300ER von Swiss soll ab Februar auf Verbindungen nach Hong Kong, Bangkok, Los Angeles, San Francisco, Sao Paulo und Tel Aviv in den Liniendienst starten und in allen drei angebotenen Reiseklassen einen WLAN-Zugang bieten, der per Smartphone, Tablet und Notebook nutzbar ist. Dabei stehen drei so genannte Swiss-Connect-Datenpakete zur Verfügung:

  • 20 MB für 9 Schweizer Franken (circa 8 Euro)
  • 50 MB für 19 Schweizer Franken (circa 17 Euro)
  • 120 MB für 39 Schweizer Franken (circa 35 Euro)

Damit bewegen sich die anfallenden Kosten für den WLAN-Internetzugang an Bord einer Swiss-Maschine auf einem ähnlich teuren Niveau wie bei Germanwings, die ebenfalls Teil der Lufthansa Group ist. Bei Lufthansa selbst kommt beim so genannten FlyNet eine kundenfreundlichere Abrechnung auf Stundenbasis (1 Stunde für 9 Euro, 4 Stunden für 14 Euro oder 24 Stunden für 17 Euro) zum Einsatz.

Passagiere, die bei Swiss in der First Class reisen, erhalten ein 50-MB-Paket pro Flug kostenlos. Ob zukünftig auch andere Langstrecken-Maschinen, die von Swiss betrieben werden, einen WLAN-Zugang erhalten werden, ist noch nicht final entschieden worden.

Telefonieren auch bei Swiss teilweise verboten

Während einer einjährigen Testphase wird Swiss an Bord seiner Triple-Seven-Jets auch das mobile Telefonieren im Roaming-Verfahren über den Anbieter Aeromobile gestatten. Während die Lufthansa bei Kundenbefragungen nach eigenen Angaben herausfand, dass sich andere Passagiere durch telefonierende Personen an Bord gestört fühlen könnten, will Swiss in Marktforschungen einen hohen Bedarf an der mobilen Kommunikation in zehn Kilometern Höhe herausgefunden haben.

Man wolle die Testphase eng begleiten und etwaige Kundenrückmeldungen sorgfältig prüfen, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Auf Nachtflügen seien Telefonate nur während der Servicezeiten, also zum Beispiel während des Essens, gestattet. Sobald das Kabinenlicht ausgeschaltet ist, seien Sprachverbindungen mit dem Handy verboten.

Quelle: Swiss

Bildquelle kleines Bild: Swiss  | Autor: Hayo Lücke
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Themen dieser News: Unternehmen und Märkte, Mobilfunk-News

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