VirnetX sieht Patentverletzung von FaceTime und iMessagePatentfirma will eine halbe Milliarde Dollar von Apple

vom 26.01.2016, 15:19
Apple iMessage
Bildquelle: Apple

Apple sieht sich mit einer neuen Millionenklage konfrontiert: Die Patentfirma VirnetX verlangt satte 523 Millionen Dollar, weil Apple in seinen Diensten FaceTime und iMessage geschützte VPN-Patente für die sichere Kommunikation zwischen zwei Gesprächsteilnehmern missbräuchlich eingesetzt haben soll.

VirnetX forderte bereits im Jahr 2012 rund 368 Millionen Dollar und bekam vor Gericht in einem ersten Verfahren auch Recht. Im Berufungsverfahren schlug sich das zuständige Gericht dann jedoch auf die Seite von Apple und VirnetX ging entsprechend leer aus. Nun soll das Verfahren erneut juristisch aufgerollt werden und weil Apple die angeblich geschützte Technologie auch in neueren Produkten integrierte, möchte VirnetX nun sogar über eine halbe Milliarde Dollar erklagen.

Der zuständige VirnetX-Anwalt Brad Caldwell sagte laut der Nachrichtenagentur Bloomberg: “Apple agierte in der Vergangenheit nicht fair. Sie haben das geistige Eigentum von VirnetX genutzt, ohne die Erlaubnis dafür zu haben.” Der Anwalt der Gegenseite sagte vor Gericht: “Apple setzt nicht nur auf Fairness, sondern auch auf den Schutz geistigen Eigentums. VirnetX bewegt sich aber hart an der Grenze des Erlaubten und verlangt mehr und mehr und mehr.”

Unklar ist, wann das Gericht in dem neuen Verfahren ein Urteil fällen wird. Es dürfte aber noch mindestens zwei Wochen dauern. Im Jahr 2010 hatte auch Microsoft schon 200 Millionen Dollar an VirnetX zahlen müssen und weitere 23 Millionen Dollar im vergangenen Jahr, um einen neuen Patentstreit zu umgehen.

Quelle: Bloomberg

Bildquelle kleines Bild: Apple | Autor: Hayo Lücke
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Themen dieser News: Patent, Apple, Mobilfunk-News, Unternehmen und Märkte

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