Test BQ Aquaris X5 im TestHarte Schale, weicher Kern

vom 24.01.2016, 09:30
BQ Aquaris X5

Der spanische Hersteller BQ hat mit dem Aquaris X5 nicht nur ein günstiges Metall-Smartphone auf den Markt gebracht, sondern ihm auch eine glänzende Stärke und eine mittelschwere Schwäche verpasst. Wo der wunde Punkt liegt und warum seine Stärken am Ende doch überwiegen, zeigt der Test bei inside-handy.de.

Die technischen Daten riechen zwar streng nach Einsteigerklasse, jedoch bietet das BQ Aquaris X5 auch einiges an technischen Raffinessen. So kommt der günstige Snapdragon 412 von Qualcomm als zentrale Recheneinheit zum Einsatz, jedoch bestückt BQ den Arbeitsspeicher mit einer Kapazität von ordentlichen 2 GB. Ein für das dünne Gehäuse recht großer Akku von 2.900 mAh soll das Aquaris X5 dabei lange am Leben halten. Dazu gibt es Kamerasensoren von Sony (13 Megapixel auf der Rückseite) und Samsung (5 Megapixel frontseitig), Dual-SIM und eine Speichererweiterung.

Design und Verarbeitung

Dass das Aquaris X5 mit den platzraubenden Technologien bestückt ist, fällt bei der ersten Kontaktaufnahme nicht weiter auf. Es ist gut ausbalanciert und recht leicht. Dazu besitzt es eine angenehme Dicke, die nicht zu filigran und damit zerbrechlich wirkt. Der Rahmen trägt mit seinen abgerundeten Flächen zu dem Eindruck bei. Er lugt an der Front etwas weiter heraus, als es die Display-Fläche tut und schützt so vor Glasbruch.

Auf der Rückseite wird ein gegenteiliges Design angewandt. Der Rückdeckel aus Kunststoff ist auf den Rahmen aufgesetzt und bildet eine Kante zwischen sich und dem Metall. Das macht das Smartphone zwar griffig, lässt es jedoch etwas ungewohnt und befremdlich in der Hand liegen, woran man sich allerdings schnell gewöhnt. Sehr gut gelungen ist BQ die Rückseite und deren Material. Sie besteht aus einem glatten aber nicht rutschigen Kunststoff, der Fingerabdrücken und Kratzern im Test keine Chance lässt. Ein designerischer Kniff steckt in den Off-Screen-Tasten: Die drei Tastenflächen sind beleuchtet und der Homebutton erstrahlt im noch relativ neuen Logo BQs.

BQ Aquaris X5 (Cyanogen) Hands-On-Bilder bei der Präsentation in Madrid

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    Das BQ Aquaris X5 (Cyanogen) in Hands-On-Bildern bei der Präsentation in Madrid
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    Das BQ Aquaris X5 (Cyanogen) in Hands-On-Bildern bei der Präsentation in Madrid

Rodrigo del Prado, Manager bei BQ, erklärt die Wahl des Grundstoffs Metall mit der Möglichkeit, das Smartphone wesentlich dünner zu machen, ohne den Akku kleiner werden zu lassen. Dazu wird damit dem Bedürfnis der Nutzer Rechnung getragen, die ein Metall-Chassis als hochwertiger empfinden. Die Plastikabdeckung auf der Rückseite verhindert laut del Prado, dass das Handy bei einer Reparatur durch das Display geöffnet werden muss und erleichtert so die Reparierbarkeit.

Die Verarbeitung des Metallrahmens, des Kunststoff-Rückdeckels und der einzelnen Bauteile wirkt sehr robust und hochwertig. Die Bohrungen sind sauber und es sind keine unnatürlichen Spaltmaße zu erkennen. Auch die Druckpunkte der Tasten sind gelungen: Man tastet immer fest und präzise und ein versehentliches Aus- oder Einschalten oder eine Lautstärkenverstellung sind kaum zu befürchten. BQ verzichtet im Lieferumfang geflissentlich auf ein Paar In-Ears und auf ein Netzteil. Damit handeln sich die Spanier eine Schelte ein, obwohl sie das Weglassen mit umweltbewusstem Handeln begründen, da sie davon ausgehen, dass die meisten Nutzer beides schon besitzen.

Die Verarbeitung ist top und die Materialien können beim BQ Aquaris X5 ebenfalls überzeugen. Einen kleinen Abzug gibt es in diesem Bereich nur für den fehlenden Netzadapter und die Kante, die das Handy etwas seltsam in der Hand liegen lässt.

Wertung: 4,5 / 5



Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de | Autor: Michael Büttner
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Themen dieser News: Testcenter, Android, BQ, Handys unter 400 Euro, Smartphones

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