Neues Ladenbau-Konzept von TélefonicaO2 Shops künftig im Zeichen der Digitalisierung

vom 19.01.2016, 12:44
Neues Shop-Design von O2
Bildquelle: Telefónica

Sie helfen bei Fragen zu Produkten und Services, geben sowohl Workshops für Einsteiger als auch Profis und zeigen mithilfe des digitalen App-Katalogs je nach Interesse beliebte kostenlose Apps fürs Smartphone oder Tablets.

Nachdem die Umstellung auf die Einzelhandelsmarke O2 nun weitgehend abgeschlossen ist und E-Plus und Base aus deutschen Innenstädten getilgt wurden, modernisiert Telefónica sein Filialnetz. Der größte Mobilfunknetzbetreiber informiert die potenziellen Kunden künftig auf Themeninseln in den Shops zu aktuellen Trends aus der digitalen Welt. In diesen ständig wechselnden Themenwelten möchte O2 aktuell angesagte Produkte wie Smartwatches und Fitnesstracker direkt im Anwendungsfall präsentieren. Das heißt, dass auch die zum Produkt passende App direkt im Shop ausprobiert werden kann. Die gezeigten Produkte verkauft das Unternehmen auch direkt an interessierte Kunden.

Doch nicht nur solch offensichtliche Offerten möchte O2 seinen Kunden machen. Auch Innovationen, die im ersten Moment kurios erscheinen mögen, wollen die Münchener in ihren Shops präsentieren; zum Beispiel die per App optimierbare Zahnbürste oder Virtual-Reality-Brillen.

Das Angebot an Handys möchte Telefónica künftig auf konkrete Zielgruppen zuschneiden. Deshalb werden in den Shops des Mobilfunknetzbetreibers künftig nur noch Produkte bestimmter Hersteller verkauft. Das Ziel ist es, dem Kunden schnell und einfach das passende Gerät zu vermitteln.

Neues Shop-Konzept bei o2

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    Telefónica gestaltet seine o2-Shops in Deutschland neu.
    Bildquelle: Telefónica
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    Telefónica gestaltet seine o2-Shops in Deutschland neu.
    Bildquelle: Telefónica

Neben der Gestaltung der Ladenflächen möchte man vor allem auch die Prozesse im Shop optimieren: Bequeme Terminvereinbarung online oder mobil soll warteschlangen minimieren – auch etwas, was man sich aus Cupertino abgeschaut hat. Spontanbesuchen möchte man bei großem Andrang mit einer Check-in-Lösung im Shop begegnen: In größeren Shops wird eigens dafür ein Welcome-Manager beschäftigt, in kleinen Shops gehen die Mitarbeiter direkt auf die Kunden zu. Auf Wunsch können sich die Kunden auch selbst mit ihrer Handynummer einchecken. Dafür stehen im Eingangsbereich des Shops Tablets zur Verfügung. Von dieser Terminlösung verspricht sich O2 einen effizienteren Ablauf und dem Kunden mehr Freiheiten.

Tablets kommen auch beim Verkaufspersonal zum Einsatz. Dadurch soll die Beratung für den Kunden transparenter werden. Auch mobile Kassen kommen künftig zum Einsatz. Das anstellen an der feststehenden Kasse wird für den Kunden dadurch überflüssig. Wer nicht direkt kaufen möchte, sondern noch Bedenkzeit benötigt, erhält vom Kundenberater das persönliche Angebot per E-Mail zugestellt.

O2 Gurus und Kaffee: Kunden sollen sich im Shop wohlfühlen

Beratung und Wohlgefühl stehen bei Telefónicas Premium-Marke weiterhin im Zentrum des Serviceangebots. So sind auch die O2 Gurus wieder mit von der Partie. Sie helfen bei Fragen zu Produkten und Services, geben sowohl Workshops für Einsteiger als auch Profis, und zeigen mithilfe des digitalen App-Katalogs je nach Interesse beliebte kostenlose Apps fürs Smartphone oder Tablets. Alle Kurse möchte O2 auch als Webinar, also als Seminar für den heimischen Computer, anbieten.

Ein besonderes Service-Angebot ist der kostenfreie WLAN-Zugang, den O2 in seinen Shops bietet. In einer gemütlichen Sitzecke serviert man dazu auf Wunsch auch einen Kaffee. Wem beim Einkaufsbummel in der Stadt der Akku versagt, kann das Smartphone in einer abschließbaren Ladestation im Shop anschließen und später wieder abholen. In großen Shops soll es zudem eine Kinderecke mit Spielmöglichkeiten für die Kleinen geben.

In den nächsten drei Jahren möchte O2 alle Shops auf das neue Konzept umstellen. Währenddessen arbeitet man jedoch bereits an kommenden Innovationen. Dazu gehören ein E-Service-Terminal an dem Kunden bequem die Prepaid-Karte laden und Rechnungen bezahlen können. Die Zubehörwand soll um einen Virtual Shelf erweitert werden, an dem Kunden zubehör, das nicht im Shop lagernd ist, bequem nach hause bestellen können. Für die Terminvereinbarung im Shop soll es zudem ein Update der Mein-O2-App geben.

Quelle: Telefónica

Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de | Autor: Stefan Winopal
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Themen dieser News: O2 / Base (Telefónica), Unternehmen und Märkte

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