Xiaomi in der KriseStehroller sollen Chinas erfolgreichstem Start-up auf die Beine helfen

vom 17.01.2016, 10:35
Xiaomi Redmi Note 3
Bildquelle: Xiaomi

Xiaomi mag einigen Menschen hierzulande und im restlichen Europa ein Begriff sein, populär ist das chinesische Start-up in diesen Gewässern aber nicht unbedingt. In seinem Heimatland China sieht das jedoch ganz anders aus: Xiaomi ist Chinas schwerstes Unternehmen. Da die Verkaufszahlen nun aber schlechter ausfallen als vermutet, gerät der Konzern unter Druck.

Xiaomi ist Chinas erfolgreichstes Start-up: Innerhalb von fünf Jahren konnte sich das Unternehmen zum Marktführer des chinesischen Smartphone-Marktes mausern und war für kurze Zeit sogar das wertvollste Start-up weltweit. Momentan ist Xiaomi etwa 46 Milliarden Dollar wert. Dennoch scheinen die Verkaufszahlen nicht so positiv ausgefallen zu sein, wie das Unternehmen zunächst prognostizierte. Dies hat dazu geführt, dass Xiaomi die angestrebte Zahl von 100 Millionen verkaufter Smartphones pro Jahr auf 80 Millionen, und schließlich auf 70 Millionen Einheiten jährlich nach unten korrigiert hat.

Ob Xiaomi nun in einer bedeutenden Krise steckt, sei dahin gestellt. Der Analyst Ben Thomson meint, dass das Unternehmen überbewertet würde und das Geschäftsmodell fragwürdig sei. Xiaomi folgt bislang der Strategie, neue Errungenschaften in lediglich kleiner Stückzahl und zu einem günstigen Preis anzubieten. Blitzverkäufe im Internet werden ebenfalls von dem Hersteller gern genutzt. Zwar setzt Xiaomi auch Android – in einer angepassten Version – als Betriebssystem ein, doch Extradienste sind für alle Kunden kostenpflichtig, wodurch das Unternehmen zusätzlich verdienen soll.

Durch die schwachen Verkaufszahlen will Xiaomi nun nicht mehr nur allein auf mobile Endgeräte setzen, sondern auf jegliche Geräte, die einen Haushalt miteinander vermetzen. Dazu zählen Lampen, Waagen, Router, TV-Boxen, Wasserfilter oder auch Fitnessbänder. Mit diesen Plänen will das Unternehmen künftig auch nach Europa expandieren. Hierzulande soll die Nachfrage nach Stehrollern besonders groß sein. Gegenüber dem "Handelsblatt" äußerte sich Xiaomis Manager Su Jun, dass Xiaomi aktuell an sechzig Firmen beteiligt sei, von denen erst zwanzig Firmen Produkte auf den Markt gebracht haben. Der Preis soll trotz allem, wie auch bei Smartphones und Tablets, weiterhin im günstigen Segment angesiedelt sein.

Quelle: Handelsblatt

Bildquelle kleines Bild: Xiaomi | Autor: Simone Warnke
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Themen dieser News: Xiaomi, Unternehmen und Märkte

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