Telefonieren über WhatsAppTelefonie-Funktion verbraucht knapp 1 MB Datenvolumen pro Minute

vom 01.04.2015, 09:00
WhatsApp
Bildquelle: WhatsApp

Überraschend ist seit der Nacht zu Dienstag für Android-Smartphones die Telefonie-Funktion von WhatsApp freigeschaltet. Auch auf allen Android-Handys der Redaktion von inside-handy.de ist die Funktion inzwischen nutzbar und lässt Sprachverbindungen über das Internet zu. Die sich daraus stellende Frage: Wie viel Datenvolumen wird bei Telefonaten über WhatsApp eigentlich verbraucht? Antwort: überraschend wenig.

Die Redaktion simulierte mehrere Test-Anrufe über WhatsApp und nutzte dafür Smartphones unterschiedlicher Hersteller - zum Beispiel von Samsung, Wiko und Sony. Laut den in Android implementierten Tools zur Messung des Datenverbrauchs ließ sich recht schnell ermitteln, dass eine Sprachverbindung deutlich weniger Datenvolumen verbraucht als man vielleicht annehmen würde: Für ein fünfminütiges Gespräch lag der Datenverbrauch bei gerade einmal vier bis fünf Megabyte, bei einem zehnminütigen Telefonat bei neun bis zehn Megabyte. Im Schnitt wurde zwischen zwei Android-Telefonen ein Datenverbrauch von etwa 0,9 MB pro Minute gemessen.

Rein qualitativ kann ein Telefonat über WhatsApp durchaus mit der aus Mobilfunk-Verbindungen gewohnten Gesprächsqualität mithalten. Insbesondere dann, wenn beide Gesprächspartner ihr Telefon mit einem WLAN-Hotspot verbunden haben, erweist sich das Telefonieren über WhatsApp als angenehm klar und deutlich. Auch bei einer mobilen Datenverbindung im UMTS- oder LTE-Netz waren keine nennenswerten Probleme zu vernehmen. Anders sieht es aus, wenn mindestens eines der verwendeten Smartphones nur per EDGE oder GPRS mit dem mobilen Internet verbunden ist. Dann sind Echos zum Teil unüberhörbar und es kann auch vorkommen, dass Sätze abgeschnitten werden.

Trotzdem kann das Telefonieren über WhatsApp eine kostengünstige Alternative zu klassischen Mobilfunkverbindungen sein - vor allem, wenn das Smartphone mit einem WLAN-Hotspot verbunden ist und so nicht das zur Verfügung stehende mobile Datenvolumen angetastet wird. Im Umkehrschluss werden sich Netzbetreiber überlegen müssen, wie sie auf die neue Konkurrenz aus dem Messenger-Umfeld reagieren werden. Denn mit dem Facebook Messenger schickt sich bereits das nächste millionenfach verwendete Chatprogramm an, Sprach-Verbindungen zu ermöglichen.

Autor: Hayo Lücke
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Themen dieser News: WhatsApp, Apps & Software, Mobilfunk-News

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