Exklusiv WhatsApp-Tarif im E-Plus-Netz vor dem StartE-Plus-WhatsApp-Tarif auch mit WhatsAll Option nutzbar

vom 07.04.2014, 10:25
WhatsApp-Tarif von E-Plus
Bildquelle: ih

Es dauert nicht mehr lange, dann wird E-Plus zusammen mit WhatsApp einen speziellen Mobilfunktarif an den Start schicken, der ohne Aufpreis die unbegrenzte Nutzung des Messaging-Dienstes möglich macht. Alle Fakten zum WhatsApp-Tarif liegen inside-handy.de bereits heute exklusiv vor.

Grundlage des WhatsApp-Tarif ist ein klassischer 9-Cent-Tarif, der Telefonate in alle deutschen Fest- und Mobilfunknetze für 9 Cent pro Minute gestattet. Zum gleichen Preis wird es möglich sein, innerhalb Deutschlands SMS zu verschicken. Diese und alle weiteren Informationen hat inside-handy.de aus verlässlicher Quelle vorliegen. Die Kontaktperson ist mit der Einführung des WhatsApp-Tarifs bei E-Plus und den Details vertraut.

Kein Datentarif notwendig

Mobile Datenverbindungen im WhatsApp-Tarif kosten regulär 24 Cent pro übertragenem Megabyte. Der Clou beim WhatsApp-Tarif ist aber, dass für die Kommunikation über die WhatsApp-Server keine zusätzlichen Kosten anfallen. Anders ausgedrückt: Wer WhatsApp nutzen möchte, muss dafür keine Daten-Option buchen und kann sich trotzdem kostenlos mit allen Freunden austauschen, die ebenfalls bei WhatsApp angemeldet sind.
Eine ausschließliche Nutzung des Messaging-Dienstes ist über die SIM-Karte nicht möglich. Wird das Guthaben nicht regelmäßig aufgeladen, behält sich E-Plus das Recht vor, die Karte zu deaktivieren. Wer also nur WhatsApp-Nachrichten verschickt, aber nicht telefoniert, SMS versendet oder zumindest gelegentlich das mobile Internet nutzt, muss damit rechnen, von der Nutzung der freigeschalteten SIM-Karte ausgeschlossen zu werden.

Update 5. April: Auch kostenlose Telefonate im WhatsApp-Tarif möglich

Ausfälle bei WhatsApp
Bildquelle: inside-handy.de

Die Redaktion hat außerdem erfahren, dass der WhatsApp-Tarif bei E-Plus auch kostenlose Telefonate zwischen WhatsApp-Nutzern möglich machen wird, da diese Gespräche ebenfalls über den Server von WhatsApp laufen. Mittelfristig will E-Plus dieses Schlupfloch für kostenloses Telefonieren allerdings schließen.

Erste Gerüchte entstanden bereits im Februar

Bereits während des Mobile World Congress im Februar kündigte WhatsApp-Mitgründer Jan Koum in Barcelona an, dass es bis Ende des Jahres eine Sprachfunktion für WhatsApp geben werde und man in Deutschland bereits einen Mobilfunkpartner gefunden habe. Am selben Tag kündigte das Düsseldorfer Mobilfunkunternehmen E-Plus an, künftig mit dem mobilen Kommunikationsdienst WhatsApp zu kooperieren. Es ist die weltweit erste sogenannte MVNO-Partnerschaft (Mobile Virtual Network Operator), die WhatsApp mit einem Mobilfunkanbieter eingeht. Nach diesen Äußerungen wurde schon vor wenigen Wochen über eine mögliche integrierte Sprachfunktion via WhatsApp, die über das E-Plus-Netz läuft, spekuliert.

Vertrieb nur über das Internet

Der Vertrieb der WhatsApp-SIM wird nach den der Redaktion vorliegenden Informationen ausschließlich über das Internet erfolgen. Auf einer speziellen Webseite ist es ab sofort möglich, Startpakete zu einem Preis von 10 Euro inklusive 10 Euro Startguthaben zu erwerben. Der Einstieg ist also rein rechnerisch zum Nulltarif möglich. Eine monatliche Grundgebühr oder eine lange Vertragslaufzeit gibt es nicht, da es sich beim WhatsApp-Tarif um ein klassisches Prepaid-Produkt handelt.

LTE-Nutzung auch im WhatsApp-Tarif

Anfang März gab E-Plus den Startschuss für LTE in seinem Netz und bietet bis Mitte des Jahres als erster Netzbetreiber seinen Kunden die maximal verfügbare Datengeschwindigkeit kostenlos und ohne Leistungsbeschränkungen an. Auch in dem neuen WhatsApp-Tarif soll das Empfangen von größeren Dateien wie Bildern und Videos weiter via LTE möglich sein. Aktuell gibt es in den folgenden Städten LTE-Netze von E-Plus: Berlin, Nürnberg, Leipzig, in Teilen des Ruhrgebiets, in Düsseldorf und entlang des Rheins sowie in einigen anderen umliegenden Städten.

Pressegespräch in Berlin abgesagt

Ein für Montag in Berlin angesetztes Pressegespräch wurde von E-Plus kurzfristig am Freitagabend aufgrund eines Krankheitsfalls abgesagt und auf einen späteren, noch nicht näher definierten Zeitpunkt verschoben.

Im Februar startete der WhatsApp-Umbruch

So wie in den letzten Monaten war WhatsApp schon lange nicht mehr in aller Munde. Alles fing damit an, dass Facebook im Februar den Messenger WhatsApp für 19 Milliarden Dollar kaufte. Das sorgte bei vielen Nutzern für Unmut und die Nachfrage nach anderen, sichereren Messenger-Apps wurde größer denn je.

Gleichzeitig versuchte WhatsApp, die Nutzer mit sicherheitsrelevanten Updates weiter an sich zu binden. Nur wenige Tage nach der Übernahme durch Facebook erschien eine neue Android-Version, die es ermöglicht, die "zuletzt online"-Funktion - wie auch schon bei der iOS-Funktion - zu deaktivieren. Im Menü unter dem Punkt Einstellungen -> Account ist ein Unterpunkt mit der Bezeichnung "Datenschutz" hinzugekommen. Dort lässt sich nun bestimmen, wer welche persönlichen Infos sehen darf. So lässt sich einstellen, für welchen Whatsapp-Kontakt ersichtlich ist, wann man als Nutzer zuletzt online war und wer das Profilbild oder den Status sehen kann. Die Auswahl ist allerdings auf drei Punkte beschränkt: "Jeder", "Meine Kontakte" und "Niemand". Es gibt demnach keine Möglichkeit, diese Einstellungen für Kontakte einzeln vorzunehmen.

WhatsApp-Update bringt Datenschutzeinstellungen
Bildquelle: inside-handy.de

Ebenso kam es in den letzten Wochen immer wieder zu Total-Ausfällen bei WhatsApp. An einem Samstag vor wenigen Wochen war WhatsApp zum Beispiel für mehrere Stunden nicht erreichbar. Dieser Total-Ausfall war Server-Problemen geschuldet und hatte angeblich nichts mit der Facebook-Übernahme zu tun.

WhatsApp feiert den nächsten Rekord

Trotz immer wieder kleinerer Ausfälle und der anhaltenden Diskussion um die Datensicherheit des Messengers, erfreut sich WhatsApp auch in den letzten Wochen weiter an großer Beliebtheit und knackte Anfang vergangener Woche einen neuen Rekord: Über Twitter ließ WhatsApp verlauten, dass innerhalb von 24 Stunden 20 Milliarden Nachrichten versendet und 44 Milliarden Nachrichten empfangen wurden. Das ergibt binnen des genannten Zeitfensters ein Volumen von 64 Milliarden Nachrichten. Damit hatte Whatsapp einen neuen Tagesrekord aufgestellt. Die Diskrepanz zwischen ausgehenden und eingehenden Nachrichten ist zum Beispiel durch die so genannten Broadcast-Listen zu erklären, mit deren Hilfe eine Nachricht schnell und unkompliziert an mehrere Empfänger verschickt werden kann.

WhatsApp zwingt Nutzer zu einem Update und sorgt damit für Unmut

Zuletzt warf auch die Updatepolitik von Whatsapp einige Fragen auf. Nachdem die App zu einem Update aufforderte, das nicht existierte, gab es offenbar einige Fälle, in denen Whatsapp seinen Nutzern ein Update aufzwang. Beim Starten von Whatsapp wurden einige Nutzer darauf hingewiesen, dass ihre Whatsapp-Version am 21. März ablaufe. Damit war allerdings nicht die individuelle Nutzungsgrenze gemeint, nach der Nutzer einen Geldbetrag für die weitere Nutzung bezahlen müssen. Um den Messenger weiter benutzen zu können, sollte man ein Update im Play Store ausführen. Dies stellte einige Nutzer vor Probleme, die für das knapp 13 Megabyte große Update schlichtweg nicht genügend Speicherplatz mehr auf ihrem Smartphone hatten.

Whatsapp-Update-Meldung
Bildquelle: Twitter/@mugiwaramel

Diesen Hinweis erhielten einige WhatsApp-Nutzer

Update 7. April: WhatsApp-Tarif auch mit WhatsAll Option nutzbar

Allen Kunden, denen ein reiner Prepaid-Tarif mit kostenloser WhatsApp-Nutzung nicht ausreicht, stellt E-Plus gegen Aufpreis eine Smartphone-Option zur Verfügung. Wie inside-handy.de aus zuverlässiger Quelle erfuhrt, wird der Zusatztarif den Namen "WhatsAll Option" tragen und 30 Tage lang für 10 Euro nutzbar sein. Sie beinhaltet bis zu 600 Einheiten für nationale Standardgespräche, SMS und Internetverbindungen, die flexibel eingesetzt werden können. Wer möchte, kann die Option also nutzen, um 600 Megabyte (MB) mit HSDPA-Geschwindigkeit zu versurfen oder alternativ zum Beispiel 300 MB für das mobile Internet nutzen und zusätzlich 250 Gesprächsminuten und 50 SMS verbrauchen. Sind die 600 Megabyte verbraucht, gilt für den Rest des gebuchten Zeitraums wieder die Standard-Preisliste. Über eine spezielle App lässt sich das bereits verbrauchte Volumen jederzeit abfragen.

Autor: Hayo Lücke
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Themen dieser News: O2 / Base (Telefónica)

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