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Bildschirm-Technologien im Vergleich Teil 1 des großen Display-Checks: LCD, TFT und IPS

vom 18.07.2012, 18:00 (7)

Möchte man sich ein neues Smartphone zulegen, ist es nicht zuletzt das Display, welches über den Kauf entscheidet. Geht es nach den Herstellern, so liefert nahezu jedes Modell brillante Farben und ein gestochen scharfes Bild. Im ersten Teil des großen Display-Checks geht es um LCDs mit all ihren Unterarten wie IPS, TFT und Retina. inside-handy.de erklärt die wesentlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Display-Arten.

LCD

LCD steht für Liquid Crystal Display und beschreibt - vereinfacht ausgedrückt - in einer Flüssigkeit schwimmende Kristalle. Hinter den Flüssigkristallen befindet sich eine Beleuchtung. Wird eine Spannung angelegt, ändert sich die Ausrichtung der Kristalle und es wird mehr oder weniger Licht durchgelassen. Es genügt also ein bereits relativ schwaches elektrisches Feld, um die LCD-Zelle zu steuern.

Unabhängig vom dargestellten Bild werden LC-Displays demnach über die gesamte Fläche konstant beleuchtet. Sie besitzen ein flimmerfreies, verzerrungsfreies, bei Idealauflösung scharfes Bild sowie ein geringes Gewicht und eine geringe Bautiefe.

Wie funktioniert ein LCD?

TFT

Kommen bei LC-Displays pro Pixel drei Dünnschichttransistoren (englisch Thin Film Transistor, kurz TFT) für die Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) zum Einsatz, spricht man oft von Matrix-LCDs oder umgangssprachlich auch TFT-Displays. Die Transistoren erzeugen ein Feld, an dem sich die Flüssigkristalle ausrichten und über einen Farbfilter eine bestimmte Farbe wiedergeben.

Produktionsbedingt kann es vereinzelt zu Pixelfehlern kommen, da jedes Pixel eine eigene kleine Einheit bildet. Das kann sich dadurch äußern, dass ein Bildpunkt dauerhaft leuchtet oder schwarz ist. Auch einzelne Subpixel (Teilbildpunkte) können von einem Fehler betroffen sein. Sowohl Hersteller als auch Händler sind oft der Meinung, dass Pixelfehler bis zu einem gewissen Punkt tolerierbar seien. Erkennt der Nutzer solch einen fehlerhaften Bildpunkt, stört dieser aber oft ungemein.

Pixelfehler

Ein weiterer Nachteil von LC-Displays sind die Schwarzwerte: Da die Hintergrundbeleuchtung ständig eingeschaltet ist, gelangt Licht auch bei ausgeschalteten Pixeln nach außen - auch wenn es nicht besonders viel ist - und reduziert damit den Schwarzwert. Das Schwarz scheint dann leicht gräulich.

IPS

Auch das IPS-Display (In Plane Switching) ist eine Unterart des LC-Displays. Bei der IPS-Technik (englisch für "in der Ebene schaltend") befinden sich die Elektroden nebeneinander in einer Ebene parallel zur Display-Oberfläche. Bei angelegter Spannung drehen sich die Moleküle in der Bildschirmebene.

IPS-Displays weisen eine hohe Farbgenauigkeit auf. Die Farbdarstellung ist kräftig und zugleich realitätsnah. Ein weiterer Vorteil von IPS-Bildschirmen ist die geringe Blickwinkelabhängigkeit. So bleiben Kontrast und Farben des Bildes bei nahezu allen Blickwinkeln gleich.

Dafür ist allerdings der Stromverbrauch der meisten IPS-Displays etwas höher als bei anderen Bildschirmarten, was von der intensiveren Hintergrundbeleuchtung herrührt. Werden dafür aber LEDs eingesetzt, wird wiederum Strom gespart. Ein weiterer Nachteil ist die vergleichsweise hohe Reaktionszeit der IPS-Panels: Während andere Bildschirme auf bis zu zwei Millisekunden kommen, fangen die Reaktionszeiten der IPS-Displays erst bei fünf Millisekunden an. Allerdings sind die Auswirkungen in der Praxis eher gering.

Retina

Das Retina-Display ist nichts weiter als ein IPS-Display. Apple bezeichnet es aber als Retina-Display, da dieses mit 326 ppi (640 x 960 Pixel beim iPhone 4) mehr Bildpunkte darstellt als das Auge bei normalem Betrachtungsabstand von etwa 25 bis 30 Zentimetern gerade noch erkennen kann. Es ist demnach keine andere Technik, sondern lediglich eine höhere Pixeldichte. Apple gibt die Helligkeit des iPhone-4-Displays mit 500 Candela pro Quadratmeter an.

Nova

Etwas heller als das Display des iPhone 4 ist der Nova-Bildschirm von LG, der eine Weiterentwicklung des IPS-LC-Displays darstellt. LG gibt die Helligkeit mit 700 Candela pro Quadratmeter an. Eine Besonderheit des Nova-Displays ist, dass es bei der Darstellung von Schwarz keinen Strom verbraucht.

White Magic

Eine Besonderheit des Sony Xperia P stellt sein 4-Zoll-Display dar, welches anders als herkömmliche LC-Displays mit zusätzlichen weißen Subpixeln ausgestattet ist. Diese von Sony "White Magic" genannte Technik ermöglicht ein helleres Bild, das auch im Freien gut zu betrachten ist, bei gleichzeitiger Stromeinsparung.

Display-Vergleich TFT, LCD, Retina, Nova

(Von links nach rechts: HTC HD7 mit TFT-Display, iPhone 4 mit IPS-Retina-Display, HTC Sensation mit Super-LC-Display, LG Optimus L7 mit TFT-Nova-Display)

 

Hier geht es zum zweiten Teil des großen Display-Checks. Mit dabei unter anderem OLED-Displays und ein Blick in die Zukunft.

Weitere Informationen zu diesem Thema:

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Bildquelle: inside-handy.de/Samsung/HTC/Nokia, inside-handy.de | Autor: Blasius Kawalkowski

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19.07.2012, 11:30 Uhr
patrese993
dont't feed the trolls!
Normalerweise sind mechanische Schäden bei der Reparatur kein Problem, auch wenn vorher das Handy gerootet/gehackt wurde. Wäre ja auch noch schöner: Kauft man sich einen Komplett PC, installiert das OS neu und es verfällt die Garantie....

19.07.2012, 10:25 Uhr
BasiliosKawa
Danke @Dennio, @Felix und @Allesandro.

@Johannes: Danke für die Beratung ;)

@Allesandro: Wie im letzten Satz im Artikel erwähnt, gibt es OLED, AMOLED usw. morgen! :)
19.07.2012, 9:58 Uhr
Johannes.
@Ipbpe Und auch heute überzeugst du uns durch: Permanentes Unwissen! :D
http://www.pcwelt.de/ratgeber/Ist-ein-Android-Root-illegal-und-kann-das-Smartphone-ueberhitzen-1927566.html
Das einzige, was nicht so der Knaller ist, ist wenn man den Simlock entfernt. Aber ansonsten erzählst du mal wieder dummes Zeug.

@Dennio
Grundsätzlich würde ich, wenn ic...[mehr]h das Handy geflasht, gerootet etc. habe, vor dem Einsenden es wieder in den Stock-Zustand zurücksetzen. Daher root weg, original Rom usw. Ich weiß nicht wie es bei Samsung ist, bei HTC gibts ne .exe direkt von HTC, wenn ich die ausführe wird das Handy komplett mit der Original-Software überschrieben. Von Problemen mit der Garantie habe ich eigentlich nur sehr selten gehört, bei den allermeisten, was ich so lese, wurde es anstandslos ausgetauscht. Bei den wenigen anderen hatte es dann eig auch immer seine Gründe, dass kein Austausch stattfand (als Beispiel: Wenn ich den Prozessor übertakte und damit schrotte, Samsung stellt dies fest, dann kann man es ihnen nicht verübeln, dass sie das Handy nicht reparieren ;)). Wie gesagt besser ist es, root und sowas vorher zu entfernen. Aber ansonsten würde ich mir da keinen Kopf machen ;)
Abgesehen davon: mach vor dem Zurückflashen einfach ein Titanium-backup, dann ist das später erneute Flashen keine große Sache mehr ;)
19.07.2012, 9:25 Uhr
iPhone – best phone ever!
@Dennio

"Meine zweite Frage ist ob ich das ueber die Garantie laufen lassen kann, obwohl ich mein Handy geflasht und gerootet hab. Meistens ist ja die Rede davon dass die Garantie wegfaellt bei Root und sowieso bei einem Custom-Rom, aber das Problem betrifft ja nicht die Software, sondern die Hardware."

Wenn man etwas illegales macht, sollte ...[mehr]man dafür auch gerade stehen bzw. bezahlen. Ich hoffe Samsung lehnt die Garantie ab!
19.07.2012, 9:18 Uhr
Alessandro
Toller beitrag!!

aber wo sind die super amoled und superamoled plus displays??

mfg
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