Nächste Wendung im Patentstreit zwischen Samsung und Apple: Ein US-Berufungsgericht hat am gestrigen Freitag die einstweilige Verfügung und damit das Verkaufsverbot für das Galaxy Nexus vorerst wieder aufgehoben. Das Urteil gilt solange, bis Apple auf den Aufhebungsantrag von Samsung reagiert. Das Galaxy Tab 10.1 hingegen darf auch weiterhin nicht in den USA vertrieben werden. Der entscheidende Prozess beginnt am 30. Juli.
Begründet hat das Gericht seine Entscheidung (PDF) nicht. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Samsung die Richter von dem potenziellen finanziellen Schaden für das eigene Unternehmen überzeugen konnte. Da die Verkaufszahlen des Galaxy Tab 10.1 ungleich niedriger ausfallen dürften, hat das Berufungsgericht die Argumentation hier anscheinend nicht gelten lassen.
Nun darf Google sein Referenz-Modell also offiziell wieder über seinen Play Store verkaufen. Allerdings hatte der Internetkonzern ohnehin angekündigt, das Galaxy Nexus ab kommender Woche wieder auszuliefern zu wollen - dann jedoch direkt mit der neuen Android-Version "Jelly Bean", die laut Google kein Apple-Patent berührt. Ob es bei dieser Darstellung bleibt, ist unklar.
Für alle bereits im Handel erhältlichen oder verkauften Modelle hat der Suchmaschinenriese einen Software-Patch angekündigt, der die Patentverletzung aus dem Weg räumen soll. Dazu wird die auf dem Startbildschirm zu findende (Sprach-)Suche beschnitten, so dass nur noch Ergebnisse aus dem Netz anzeigt werden - eine lokale Suche etwa in Gmail wird dann nicht mehr möglich sein.
Update [8 Juli]: Ab sofort kann das Galaxy Nexus wieder über den Google Play Store erworben werden. Allerdings beträgt die Lieferzeit aktuell zwischen zwei und drei Wochen.

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