Im Standby-Zustand soll der Akku des Smartphones eigentlich geschont werden. Doch viele qualitativ weniger hochwertige Android-Apps halten das Smartphone konstant wach, so dass die Nutzer häufiger eine Steckdose aufsuchen müssen. Programmierfehler können einen voll geladenen Smartphone-Akku binnen fünf Stunden Schein-Standby leersaugen, wie die Forscher von der Purdue Universität in einer aktuellen Untersuchung herausfanden.
Dass manche Apps echte Akku-Killer sind, wurde bereits im Rahmen einiger Studien nachgewiesen. Neu ist nun die Erkenntnis, dass Apps die Hardware des Smartphones (wie etwa den Prozessor) auch dann auf Trab halten, wenn es eigentlich inaktiv sein sollte.
Der Grund dafür sind die sogenannten Wakelock-APIs innerhalb von Android. Dabei handelt es sich um Code-Schnittstellen, die für das Ausführen von Aufgaben im Standby-Zustand (also etwa für das Abrufen von E-Mails) verantwortlich sind.
Manche Android-Apps scheinen diese Schnittstellen jedoch zu mißbrauchen und verhindern damit den Standby-Zustand. Von 187 der untersuchten Anwendungen fanden die Purdue-Wissenschaftler insgesamt 42 fehlerhaft programmierte Apps.
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