Smartphones sind in der Unterhaltungselektronik mittlerweile einer der größten Umsatztreiber und bei der Kundschaft immer beliebter. Dies zeigt eine Umfrage, die vom Elektronikhändler Euronics in Auftrag gegeben wurde. Auch Fernseher verlieren gegenüber den Umsätzen mit Smartphones an Bedeutung.
Insgesamt 9.500 Menschen aus elf europäischen Ländern hat Euronics im April und Mai befragt. Rund 44 Prozent der Befragten besitzen mittlerweile ein Smartphone. In Deutschland sind es 38 Prozent die über ein Smartphone verfügen. Telefonieren ist jedoch zur Nebensache geworden. Anwendungen wie Facebook, Twitter, SMS oder die unterschiedlichsten Apps werden mit 45 Prozent am häufigsten genutzt. Auch Fotos und Videos, Web-Nutzung und E-Mails spielen eine große Rolle. Im Durchschnitt hat ein Smartphone-Nutzer 24 Apps auf seinem Gerät, die er regelmäßig verwendet.
Der Fernseher war mit 5,8 Milliarden Euro das bisherige Kernprodukt der Unterhaltungselektronik-Branche. Innerhalb eines Jahres ist der Umsatz mit Smartphones von 5,1 auf 6,1 Milliarden Euro gestiegen. "Geräte wie das iPhone von Apple oder die Android-Telefone haben auch erstmals beim Umsatz der Deutschen liebstes Kind, den Fernseher, auf den hinteren Rang verwiesen", sagt Benedict Kober, Vorstandssprecher von Euronics, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Allein in Deutschland soll der Absatz der Hightech-Handys in diesem Jahr drastisch steigen. Waren es 2011 noch 14,5 Millionen Smartphones die unters Volk gebracht wurden, sollen dieses Jahr 18 Millionen Einheiten über die Ladentheken gehen.
Aber auch der Fernseher bleibt nach wie vor eines der beliebtesten Produkte. Der Zugang zum Internet wird immer wichtiger und ist als wesentlicher Trend zu verzeichnen. Die Nutzung von Social Networks, Video-Plattformen wie Youtube oder das Streaming aus Online Videotheken ist hier besonders gefragt. Da aber in rund 37 Prozent der Haushalte noch ein analoges Gerät genutzt wird, ist auch hier mit einem Anstieg des Absatzes zu rechnen.
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