Der mexikanische Milliardär Carlos Slim, welchem der Konzern America Móvil gehört, möchte seinen Anteil an der niederländischen E-Plus-Mutter KPN von 5 auf 28 Prozent erhöhen. Damit würde Slim erheblich an Kontrolle über das Unternehmen gewinnen. Um dem zu entgehen erwägt KPN nun den Verkauf von E-Plus. Dies berichtet die Online-Ausgabe des "Handelsblatt".
KPN möchte es vermeiden, weitere Anteile am Unternehmen an Carlos Slim abzutreten. Dieser bietet 3,25 Milliarden Dollar für die 28 Prozent an KPN an. Zu wenig, findet KPN. "Wir sind davon überzeugt, dass America Móvil keine faire Prämie dafür zahlt, dass es deutlich mehr Einfluss auf KPN gewinnt", wird der Konzernchef Eelco Blok vom "Handelsblatt" zitiert. Darum möchte man für E-Plus und für das belgische Geschäft die Optionen durchgehen, zu denen auch ein Verkauf gehört.
An wen KPN E-Plus verkaufen könnte, ist derzeit offen. In Frage kommt beispielsweise der spanische Konzern Telefónica, zu dem hierzulande Telefónica O2 gehört. Da Telefónica wiederum einen Börsengang von O2 plant, hätte der Konzern genug Geld für die Übernahme von E-Plus. Doch da es sich bei E-Plus und O2 um Konkurrenten handelt, glauben manche Experten nicht, dass eine Übernahme eine gute Lösung wäre.
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