Nokia Lumia 900

Marktforscher listet auf So viel kostet das Nokia Lumia 900 in der Herstellung

vom 13.04.2012, 11:32 (2)

Nokias Lumia 900 ist seit kurzem in den USA erhältlich; ein Marktstart hierzulande soll demnächst erfolgen. Der Preis für das Smartphone soll in etwa bei 500 Euro liegen. Der Marktforscher IHS iSuppli hat errechnet, wie viel das Finnen-Flaggschiff in der Produktion kostet: Lediglich 159 Euro bezahlt Nokia für die Herstellung eines Lumia 900. Eine Grafik zeigt, wie teuer Einzelteile wie Display, Prozessor und Speicher im Detail sind.

Rechnet man die sechs Euro für den Zusammenbau des Windows-Phones hinzu, kommt man auf eine Gesamtsumme von 165 Euro für die Produktion.

Die Grafik zeigt, dass beispielsweise das Display samt Touchscreen mit 44 Euro zu Buche schlägt und der Prozessor 13 Euro kostet. Der 1.830-mAh-Akku ist mit 3,40 Euro das günstigste Bauteil. 

Die Marktforscher vergleichen das Lumia 900 mit dem Samsung Galaxy S2 Skyrocket (nur in den USA erhältlich), da beide Geräte sich ähnlich sind. So hat sowohl das Windows-Phone als auch der Androide beispielsweise einen Prozessor von Qualcomm. Das Lumia besitzt einen APQ8055 mit einem Kern, im S2 Skyrocket kommt ein Qualcomm APQ8060 zum Einsatz.

Was in dem errechneten Preis allerdings nicht inbegriffen ist, sind die Kosten für Entwicklung, Patente und Marketing sowie den Transport. Auch die Kosten für die Software - also Microsofts Windows Phone - müssen miteingerechnet werden und treiben natürlich den Preis für das Gerät in die Höhe.

Lumia 900 in der Herstellung

Nokia Lumia 900

Das Lumia 900 besitzt einen 4,3 Zoll großen AMOLED-Touchscreen, der gemeinsam mit Nokias ClearBlack-Lösung für optimale Schwarz- und Farbdarstellungen sorgen soll. Die Auflösung beträgt 480 x 800 Pixel. Als Prozessor kommt ein 1,4 Gigahertz schneller Snapdragon aus dem Hause Qualcomm zum Einsatz, der Arbeitsspeicher ist 512 Megabyte groß. Die Kamera auf der Rückseite schießt Fotos mit einer Auflösung von acht Megapixeln und greift dabei auf ein Objektiv aus dem Hause Carl Zeiss zurück. Vorne sitzt eine 1-Megapixel-Kamera für Videotelefonate.

Die europäische Version wird kein LTE, sondern nur HSPA+ unterstützen. Zur sonstigen Ausstattung gehören A-GPS, WLAN (b/g/n) sowie Bluetooth 2.1, außerdem gibt es über den Windows Phone Marketplace die Turn-by-Turn-Navigationslösung Nokia Drive kostenlos.

Der interne Speicher des Lumia 900 ist 16 Gigabyte groß (14,5 Gigabyte nutzbar) und kann nicht erweitert werden. Dafür haben Nutzer Zugriff auf Microsofts Cloud-Lösung SkyDrive. Das Lumia 900 wiegt 160 Gramm und misst 127.8 x 68.5 x 11.5 Millimeter. Der Akku verfügt über eine Kapazität von 1.840 mAh und soll damit laut Nokia sieben Stunden im Gesprächsmodus und bis zu 300 Stunden im Standby durchhalten.

Bildquelle: Nokia | Autor: Blasius Kawalkowski
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13.04.2012, 12:37 Uhr
Sykro
Nur leider denken viele Leute, dass die 500 € Verkaufspreis - die Materialkosten = der Gewinn für Nokia ist...

13.04.2012, 12:09 Uhr
GTMobile
Das ist doch nichts neues - man aber auch sehen das bei 500 € VK - nich die Steuer drin ist - satte 19 % und der Gewinn des Händler und des Grosshändler oder des Distributors ggf. des Netzbetreibers.

Dann muss auch Nokia noch was verdienen und die Leute bezahlen und Werbung müssen sie ja auch noch machen daher darf das Gerät garnicht mehr ko...[mehr]sten weil es sonst noch teurer werden müsste.

Bei Apple und Samsung ist das nicht anderes.
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