Auge

Smartphone als Ausweis RIM arbeitet an Iris-Identifikation für Smartphones

vom 04.04.2012, 15:13 (0)

Künftig sollen mittels Blackberrys biometrische Muster der Iris zur Identifikation des Nutzers verwendet werden. Hierfür möchte Research In Motion (RIM) in Zusammenarbeit mit den Sicherheitsunternehmen HID Global und Iris ID die entsprechende Technologie entwickeln. Zusammen mit einem NFC-Chip soll das Blackberry somit auch als Ersatz für Ausweise und Zugangskarten zum Einsatz kommen.

Iris-Muster als konstantes Merkmal

Um einen gesicherten Bereich zu betreten, positioniert sich die jeweilige Person in kurzem Abstand vor einer Spezialkamera. Diese erstellt ein Video der Iris und extrahiert daraus mehrere Einzelbilder. Daraufhin wird von einem Algorithmus die sichtbare Oberfläche der Regenbogenhaut analysiert und ein Muster errechnet. Die Daten werden zu einem 512 Byte großen Template zusammengefasst und in einer Datenbank hinterlegt. Sie dienen anstelle von Passwörtern oder Magnetstreifen anschließend als Verifikator bei Sicherheitsschleusen. Die Erkennung des Nutzers dauert dabei in der Regel nur wenige Sekunden.

Die Iris stellt laut Iris ID eines der stabilsten Sicherheitsmerkmale dar. Denn das Muster der Regenbogenhaut, das sich zudem auf beiden Augen unterscheidet, ändert sich während des Lebens nicht, sofern keine Augenoperationen vorgenommen werden oder Beschädigungen als Folge eines Unfalls auftreten.

Hinterlegung in geschütztem Bereich 

Nach Angaben des Unternehmens enthält ein solcher "Iris-Abdruck" mehr Daten als bei einem Fingerabdruck, sowie Hand und Gesicht zusammen ausgewertet werden könnten. Erschwerend kommt hinzu, das andere Merkmale, wie die Stimme, sich mit der Zeit verändern.

Der biometrische Schlüssel wird in einem gesicherten Bereich des Smartphones hinterlegt, so Debra Spitler, Vizepräsidentin von HID Global, gegenüber der LA Times. Im Falle des Verlustes kann er aus der Ferne gelöscht oder deaktiviert werden. 

Die Technologie wird aktuell für Geräte mit Version 7 des BlackBerry-OS und NFC-Chip entwickelt. Sie soll im Laufe des Jahres für die Modelle BlackBerry Bold 9900 und 9930 sowie BlackBerry Curve 9350/9360 verfügbar sein. (pte)

Bildquelle: Jörg Willecke / pixelio.de | Autor: Swetlana Soschnikow (Originalautor: Georg Pichler)
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