Sicherheitslücke Android gewährt fremden Apps Zugang zu Handyfotos

vom 02.03.2012, 15:16
Androids Sicherheitslücke in der Fotogalerie
Bildquelle: Google

Viele Nutzer betätigen ihre Smartphone-Kamera regelmäßig. Doch wie sicher sind die Schnappschüsse im Foto-Verzeichnis des Geräts? Wie die "New York Times" schreibt, ist die Foto-Galerie nicht nur auf iOS-Geräten, sondern auch auf Android-betriebenen Geräten ein äußerst verwundbarer Punkt. So können auch Drittanbieter-Apps problemlos auf die Fotos zugreifen und sie sogar auf einen fremden Server kopieren.

Zu Testzwecken hat die "New York Times" eine entsprechende Android-App programmieren lassen. Das Resultat verblüffte: Eine einfache Countdown-Anwendung, die bloß eine Erlaubnis für Internet-Zugriff brauchte, hatte beim Start sofort Zugriff auf die Fotos und veröffentlichte das allerneuste Bild auf einem öffentlichen Foto-Portal.

Im Gegensatz zu Android haben iOS-Apps eine Sicherheitsschranke zu überwinden, wenn sie unbemerkt auf die Fotos zugreifen möchten: Die Ortungsdaten müssen eingeschaltet sein. Android-Apps dagegen brauchen lediglich Internet-Zugriff.

Die Sicherheitsexperten von Lookout haben die Sicherheitslücke bei Android inzwischen auch bestätigt. Google selbst begründet das sogenannte "Loophole" mit der Entstehungsgeschichte der Betriebssystem-Struktur. Zu Anfang wurden die Fotos extern auf SD-Karten gespeichert, weshalb das Foto-Verzeichnis bis heute kaum geschützt ist. Man erwägt, die Lücke zu beheben, heißt es beim Suchmaschinenanbieter.

Autor: Swetlana Soschnikow
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Themen dieser News: Apps

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