WLAN-Hostpot von Vodafone

Einloggen per SIM-Karte NGH: Fließender Übergang zwischen WLAN und Mobilfunk

vom 23.02.2012, 13:32 (0)

Zukünftig soll eine neue Generation von WLAN-Hotspots für einen fließenden Übergang das Datenverkehrs vom Mobilfunknetz zur WLAN-Verbindung ermöglichen. Die "Next Generation Hotspots" (NGH) sollen dabei die Nutzer über die SIM-Karte erkennen und so den nahtlosen Wechsel ("Seamless Roaming") ermöglichen. Eine kommerzielle Einführung des Systems soll innerhalb eines Jahres stattfinden.

Access Point agiert als Funkzelle

Ein NGH integriert den WLAN-Accesspoint in das System eines oder mehrerer Netzbetreiber und agiert damit wie eine Funkzelle auf Basis konventioneller Internettechnologie. In der Praxis soll dies so aussehen, dass ich Besitzer von Smartphones, Tablets und anderen mobilen Endgeräten - sofern diese mit einer SIM-Karte ausgerüstet sind - automatisch in das Drahtlosnetzwerk einloggen können.

Die Koppelung ans Serverbackend der Telekomunternehmen bietet noch einen weiteren Vorteil. Da das jeweilige Gerät dem eigenen Netz zugeordnet ist, ist so auch per WLAN die Nutzung von Providerdiensten möglich, die bislang nur bei einer Verbindung via GSM, UMTS oder HSDPA abgefragt werden konnten.

Erfolgreiche Tests

Die Wireless Broadband Alliance (WBA) hat in den vergangenen Monaten bereits Testläufe mit NGH in England (British Telecom), China (China Mobile), den USA (AT&T) sowie Japan (NTT Docomo) unternommen und zeigt sich mit den Ergebnissen zufrieden. "Internetprovider und Mobilfunker leiten gemeinsam eine Renaissance im Bereich der WiFi-Hotspots ein, um den stets steigenden Bedarf an durchgehend verfügbarer Breitbandkonnektivität zu erfüllen. In Zukunft wird dies ein hervorragendes Nutzungserlebnis garantieren, das technologieübergreifend verfügbar ist", lobt Allianz-Chef Chris Bruce die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Um die unbeliebten Login-Screens für WLAN-Hotspots für alle User zu eliminieren, stellt sich der Telekommunikationsbranche aber eine weitere Herausforderung. Da in der Regel nicht jeder Point of Interest von jedem Provider per Drahtlosnetzwerk bedient wird, ist die Aushandlung entsprechender Roamingabkommen unumgänglich. Auch hier soll NGH mit seinen technischen Kapazitäten Hilfe leisten, indem sich für jeden Zugangspunkt der Datenverkehr für einzelne Anbieter priorisieren lässt. (pte)

Bildquelle: FlickrCC/A. Cimatti | Autor: Andreas Krambrich (Originalautor: Georg Pichler)
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