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Folgen der Restrukturierung: Nokia Siemens Networks streicht 2.900 Stellen

vom 31.01.2012 (1)

Der finnisch-deutsche Mobilfunkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) wird im Rahmen seines massiven Stellenabbaus auch in Deutschland Arbeitsplätze streichen. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, werden 2.900 der rund 9.100 hierzulande tätigen Mitarbeiter ihren Job verlieren, die meisten schon bis Ende des Jahres. Außerdem macht der angeschlagene Netzausrüster den Großteil seiner Niederlassungen dicht, darunter auch den Firmensitz in München.

Zukünftig soll das Geschäft an den fünf Standorten Berlin, Bonn, Bruchsal, Düsseldorf und Ulm konzentriert werden - dafür müssen rund 1.600 weitere Stellen verlagert werden. Insgesamt ist Deutschland durch die Restrukturierung laut "Financial Times Deutschland" weit stärker betroffen als jeder andere NSN-Standort weltweit. Durch den Verkauf von Geschäftsteilen, so NSN, könnten sogar noch mehr Arbeitsplätze wegfallen.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben Gespräche mit deutschen und europäischen Betriebsräten aufgenommen, um die Reduzierung der Mitarbeiterzahl "unter Einhaltung aller rechtlichen Rahmenbedingungen" umzusetzen. "Wir müssen in Deutschland diesen schwierigen Schritt machen, um sicherzustellen, dass Nokia Siemens Networks ein wirtschaftlich nachhaltiges Unternehmen ist", sagte Deutschland-Chef Hermann Rodler.

Die Gewerkschaft IG Metall, aus deren Reihen es schon vor einer Woche auf der Siemens-Hauptversammlung Kritik hagelte, ließ heute in München verlauten: "Wir wehren uns zusammen mit den Beschäftigten gegen diesen Kahlschlag." Ziel sei, durch einen Tarifvertrag zur Zukunftssicherung möglichst viele Arbeitsplätze bei NSN zu erhalten und die angekündigte Schließung des Standortes München abzuwenden.

In der bayerischen Landeshauptstadt sitzen vor allem Verwaltungsmitarbeiter, aber auch ein kleiner Teil der Entwicklung, einige Mitglieder der Geschäftsleitung sowie der neue Aufsichtsratschef Jesper Ovesen. Den Dänen hatten Nokia und Siemens im September 2011 engagiert, um die Sanierung von NSN voranzutreiben. Die Fertigung hingegen ist schon vor Jahren aufgegeben worden.

Strategie zur Kostenersparnis

Die neue Strategie sieht neben dem Abbau von konzernweit 17.000 Stellen bis Ende 2013 auch den Rückzug aus dem Festnetzgeschäft und damit die Konzentrierung auf Mobilfunknetze und Dienstleistungen vor. Durch die Radikalkur will der weltweit drittgrößte Telekom-Anbieter die Kosten um jährlich eine Milliarde Euro senken und damit das Überleben ohne die Hilfe der Mutterunternehmen sichern.

Denn die mussten schon mehrfach eingreifen, zuletzt durch eine Milliardenspritze im vergangenen September. Ein Verkauf - mehrfach forciert - scheiterte bislang, zudem machen chinesische Konkurrenten wie etwa Huawei dem Unternehmen mit Kampfpreisen zu schaffen. Nichtsdestotrotz soll NSN Ende 2013 wieder schwarze Zahlen schreiben.

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Bildquelle: Nokiasiemensnetworks.com, inside-handy.de mit Material von NSN und IG Metall München | Autor: OS

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31.01.2012, 20:48 Uhr
Valentine
Hart! Gut die Leute haben viel Zeit sich was neues schonmal zu suchen und ich denke das grade die, es nun nicht so schwer haben werden was zufinden.


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