Sony Ericsson Xperia Play

Nettoverlust von 207 Millionen Euro: Sony Ericsson trennt sich unter roten Zahlen

vom 19.01.2012 (1)

Der Entschluß künftig getrennte Wege gehen zu wollen, scheint der richtige gewesen zu sein. Auch die letzten gemeinsamen Quartalsergebnisse von Sony und Ericsson bestätigen den Abwärtstrend des Gemeinschaftsunternehmens. Nach einer größtenteils erfolgreichen zehnjährigen Zusammenarbeit, konnten auch Smartphones wie das Xperia Arc oder Xperia Play dem japanisch-schwedischen Joint Venture keinen Aufwind mehr geben.

So teilte das Unternehmen am heutigen Mittwoch mit, im vierten Quartal 2011 einen Nettoverlust von 207 Millionen Euro gemacht zu haben. Im Vorjahresquartal lag der Gewinn noch bei acht Millionen Euro. Der Umsatz sank im Vergleich zum vierten Quartal 2010 von 1,5 auf 1,3 Milliarden Euro.

Für das gesamte abgelaufene Geschäftsjahr 2011 musste Sony Ericsson einen Nettoverlust von 247 Millionen Euro hinnehmen, nachdem dieser 2010 noch bei 90 Millionen lag. Der Jahresumsatz rutschte von 6,3 Milliarden Euro auf 5,2 Milliarden Euro ab.

Die Menge der verkauften Mobiltelefonen sank im Vergleich zum Vorjahresquartal von 11,2 Millionen auf neun Millionen Stück. Insgesamt verkaufte Sony Ericsson im Jahr 2011 mit 34,4 Millionen Geräten 20 Prozent weniger als im Vorjahr, in dem noch 43,1 Millionen Sony-Ericsson-Handys den Weg in die Ladenregale fanden.

Der starke Wettbewerb, eine schwächere Entwicklung der Weltwirtschaft und die Auswirkungen der Naturkatastrophe in Thailand sind laut Sony Ericsson die Gründe für das schlechte Ergebnis.

Für das Jahr 2012 erwartet Sony Ericsson ein starkes Wachstum des weltweiten Smartphone-Marktes. Davon werden die Unternehmen jedoch nicht mehr gemeinsam profitieren. Im Oktober 2011 teilten die Unternehmen mit, künftig getrennte Wege gehen zu wollen. Sony kaufte die Firmenanteile des schwedischen Netzausrüsters Ericsson für 1,05 Milliarden Euro. Die Japaner wollen sich mit diesem Schritt stärker auf dem Smartphone-Markt positionieren und eine bessere Vernetzung zu anderen Sony-Produkten wie Tablets, Laptops und Fernsehern ermöglichen. Ericsson wird sich hingegen zukünftig wieder dem eigenen Kerngeschäft der Mobilfunktechnik widmen.

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Bildquelle: Sony Ericsson, inside-handy.de | Autor: CB

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19.01.2012, 21:10 Uhr
Valentine
Definitiv gut für Sony! Das heißt dann wohl auch das der Name Ericsson verschwindet.
Zeit wurde es!


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