Samsung nominiert für den "Public Eye Award"

Einsatz von hochgiftigen Stoffen Samsung für den "Public Eye Award" nominiert

vom 17.01.2012, 18:05 (0)

Die Selbstmorde bei Foxconn lösten in der Vergangenheit eine große Welle der Empörung aus und sorgen nach wie vor in unregelmäßigen Abständen für Schlagzeilen. Letztes Jahr war der Zulieferer für den "Public Eye Award" nominiert, den dann aber das finnische Unternehmen "Neste Oil" für die Produktion von "Biodiesel" aus Palmöl bekam. Dieses Jahr befindet sich neben "Tepco" und "Vale" auch Samsung unter den Nominierten

Dem südkoreanischen Konzern wird vorgeworfen, in seinen Fabriken verbotene, hochgiftige Stoffe einzusetzen ohne die Arbeiter zu informieren und zu schützen. Nach Angaben der Schweizer Organisation "Erklärung von Bern" und Greenpeace Schweiz sind mindestens 140 Arbeiter an Krebs erkrankt, mindestens 50 junge Arbeiter daran gestorben.

Samsung streite trotz klarer Beweislage seine Verantwortung ab und diskreditiere die Erkrankten und Verstorbenen samt ihrer Angehöriger öffentlich. Laut dem Gremium behaupte Samsung seit 2004 PVC und BFR aus seinen Produkten zu verbannen. Dies soll aber bis heute nicht passiert sein. Zudem soll in einer Fabrik innerhalb von einem Jahr 46 mal giftiges Gas entwichen sein. Die Mitarbeiter sollen darüber jedoch nicht informiert worden sein.

Derzeit steht Samsung auf Platz drei im Ranking der für den "Public Eye Award" Nominierten. Jeder Interessierte kann auf der Internetseite Publiceye.ch bis Ende Januar seine Stimme abgeben.

Die Betreiber wollen mit der seit dem Jahr 2000 stattfindenen Veranstaltung die Konzerne nicht nur in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken, sondern sie auch dazu bewegen, ihr Firmenpolitik zu überdenken. Samsung soll demnach zahlreiche giftige Stoffe aus ihren Produktionsstätten entfernen und die Arbeiter vor Giftunfällen schützen, sie darüber informieren und bei daraus resultierenden Krebserkrankungen seine Schuld anerkennen.

Der Public Eye Award ist ein kritisches Pendant zum Jahrestreffen des World Economic Forums (WEF) in Davos.

Bildquelle: http://www.publiceye.ch | Autor: Blasius Kawalkowski
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