Die CES in Las Vegas bringt nicht nur neue Smartphones und Tablets ans Tageslicht. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (mitteleuropäischer Zeit) gab der Chip-Hersteller Intel auf seiner Keynote bekannt, in Zukunft mit Motorola Mobility gemeinsame Sache zu machen.
Das heißt also nicht nur, dass kommende Motorola-Geräte mit Atom-Prozessoren von Intel ausgestattet sein werden, sondern dass das Unternehmen aus Santa Clara auf dem Sektor letztendlich auch mit Google kooperiert, gehört dem Suchmaschinen-Riesen doch Motorola Mobility.
Viele Details zu der anstehenden Zusammenarbeit sind aber nicht bekannt. Ende des dritten Quartals sollen erste Motorola-Geräte mit Intels Atom-Generation Z2460 (Codename Medfield) in den Handel kommen. Dabei sollen es nicht nur Smartphones sondern auch Tablets sein.
Medfield
Der Atom Z2460 alias Medfield wurde speziell für Smartphones und Tablets entwickelt. Zudem wurde darauf geachtet, dass der Prozessor eine möglichst kleine Leistungsaufnahme hat, was unter anderem Auswirkungen auf die Akkulaufzeit haben kann. Laut Intel steckt im Medfield ein einzelner Atom-Kern, der Hyper-Threading unterstützt und eine Taktfrequenz von 1,6 Gigahertz erreicht.
Dank mehrerer Taktfrequenzen und diversen Schlafmodi soll der Prozessor zudem per Burst Performance Technology (BPT) kurzzeitig auch rasend schnell sein. So sollen Geräte mit dem einkernigen Atom-Chip schneller rechnen können als Konkurrenten mit zwei Cortex-A9-Kernen.
Was heißt das für kommende Geräte?
Der Atom-Prozessor unterstützt - trotz Single-Core - die Aufnahme von Full-HD-Videos (1.080p) mit 30 Bildern pro Sekunde. Zudem ist rein theoretisch der Einbau einer 24-Megapixel-Kamera möglich. Eine Frontkamera für den Videochat kann mit bis zu zwei Megapixeln auflösen. Darüber hinaus können Displays verbaut werden, die über eine Auflösung von bis zu 1.024 x 1.280 Bildpunkten besitzen.
Bislang setzte Google bei Android ausschließlich auf ARM-Prozessoren. Intel liefert aber zugleich auch eine Software die das Betriebssystem an die eigenen Prozessoren anpasst. Die Zusammenarbeit umfasst also nicht nur die Hardware für kommende Motorola-Geräte, sondern auch Software und Dienste. Dabei ist Intel besonders wichtig, dass künftige Atom-Geräte lange Akkulaufzeiten aufweisen. Das ist dem Halbleiterhersteller wegen einer zu hohen Leistungsaufnahme im Vergleich zur ARM-Konkurrenz bisher nicht gelungen.
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