Die Rootkit-Software Carrier IQ soll nach Angaben des Unternehmens auf etwa 140 Millionen Smartphones installiert sein. Nun melden sich erste US-Provider mit konkreten Zahlen zu Wort. So hat Sprint die Software in 26 Millionen Geräte integriert; im Fall AT&T sind es 900.000 Geräte. Beide Unternehmen versichern, dass sie Carrier IQ aus diagnostischen Zwecken einsetzen. Dies berichtet das Online-Portal "Computerworld.com".
Angefordert wurden die Daten vom US-Senator Al Franken. Er hatte unter anderem Sprint und AT&T aufgefordert, Informationen über den Einsatz von Carrier IQ vorzulegen. In einem öffentlichen Schreiben zeigte sich der Senator besorgt über die Ereignisse der vergangenen Wochen. Franken signalisierte jedoch auch Entschlossenheit, die offenen Fragen zu beantworten.
"Menschen haben ein grundlegendes Recht, den Zugriff zu ihren privaten Informationen zu kontrollieren. Nach dem Lesen der jeweiligen Antworten der Unternehmen befürchte ich immer noch, dass dieses Recht nicht respektiert wird", so Franken.
Auch HTC hat einen Brief vom Senator bekommen. Dem Bericht der Taiwaner zufolge seien 6,3 Millionen ihrer Geräte mit Carrier IQ ausgestattet. Betroffen sind Modelle wie das HTC Hero und das EVO 4G. Teile der Software finden sich außerdem in den Modellen HTC Merge, Acquire, Desire, Wildfire und dem Flyer.
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