Einst als Alternative zum verhassten Internet Explorer ins Leben gerufen, hat Mozillas Firefox-Browser mittlerweile einen weltweiten Marktanteil von über 20 Prozent - allerdings nur im Desktop-Segment. Im so wichtigen Mobilfunkmarkt spielt der Open-Source-Browser bislang hingegen kaum eine Rolle, der Marktanteil liegt laut Net Applications bei weniger als einem Prozent. Zu wenig, findet Mozilla-CEO Gary Kovacs und startet eine Android-Offensive.
Zwar gibt es bereits eine Firefox-Version für Googles Android-Betriebssystem. Der Browser wurde allerdings erst rund 5,4 Millionen Mal heruntergeladen - bei über 200 Millionen Android-Smartphones einfach zu wenig.
Eine iOS-Version hingegen lässt weiter auf sich warten, was vor allem an Apples restriktiven Richtlinien liegen dürfte: Der iPhone-Hersteller verbietet Apps von Drittherstellern das Ausführen von Web-Programmiercode, weswegen etwa die Javascript-Unterstützung fehlen müsste.
Deshalb will sich Kovacs zukünftig vor allem auf Android konzentrieren und hat dementsprechend umstrukturiert: War es vor einem Jahr noch eine Abteilung bestehend aus 20 Entwickler, die sich um die Android-Version kümmerte, hat die Entwicklung des mobilen Webbrowsers nun für das gesamte, 250 Köpfe starke Team Priorität.
Als Ergebnis will Kovacs schon Anfang des nächsten Jahres eine völlig neue Android-Version veröffentlichen. Außerdem hofft der CEO, seinen Firefox auf manchen Smartphones als Standard-Browser installieren zu können - ein erster Deal soll idealerweise im Februar 2012 angekündigt werden.
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