AT&T und T-Mobile USA

Netzanbieter wollen Deal retten Telekom und AT&T geben Zusammenschluss nicht auf

vom 13.12.2011, 11:30 (0)

Nachdem sich sowohl das US-Justizministerium als auch die US-Telekommunikationsbehörde FCC gegen die Übernahme von T-Mobile USA durch den Netzbetreiber AT&T ausgesprochen haben, versuchen beide Unternehmen nun, die 39 Milliarden Dollar schwere Akquise doch noch zu retten. Platzt das Geschäft, steht mit dem Satellitenfernsehanbieter Dish Network aber schon ein neuer potentieller Partner für die Telekom-Tochter bereit.

So ließ dessen CEO Joseph Clayton in einem Interview verlauten, man sei an einer engen Zusammenarbeit mit T-Mobile USA interessiert. Denn der mit knapp 14 Millionen Kunden zweitgrößte Pay-TV-Anbieter der USA will mit dem Aufbau eines landesweiten LTE-Netzes ins Mobilfunkgeschäft einsteigen, hat jedoch zu wenig Erfahrung mit Sprachdiensten - ein erfahrener Partner wie die Telekom-Tochter ist daher unabdingbar.

Laut Deutscher Telekom gibt es jedoch keinen Plan B; man halte an dem Geschäft mit AT&T fest. "Wir prüfen, ob und wie wir unsere aktuelle Transaktion überarbeiten können, um die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten", erklärten die beiden Konzerne laut dpa.

Dennoch ist nach wie vor unklar, ob der Deal tatsächlich vollzogen wird. Justizministerium und FCC fürchten, der Wettbewerb leide unter der Fusion und am Ende müssten Kunden höhere Gebühren zahlen. Die Mitbewerber indes bangen um ihre Marktstellung, denn mit dem Zusammenschluss beider Unternehmen entstünde eine neue Nummer eins auf dem Mobilfunkmarkt.

Bildquelle: AT&T/Telekom | Autor: Oliver Strunk
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