Die Akquise der US-amerikanischen Telekom-Tochter durch AT&T droht zu scheitern. So hatte sich die US-Telekommunikationsbehörde FCC kürzlich in einem 100-seitigen Bericht skeptisch gegenüber dem Deal geäußert. Die beiden Anbieter haben nicht glaubhaft nachweisen können, dass die Transaktion im öffentlichen Interesse sei, schreibt die FCC. Nun geht AT&T in die Offensive. Der FCC-Bericht sei alles andere als analytisch, so der Vorwurf.
FCC zufolge würde der Kauf von T-Mobile USA in nahezu allen relevanten US-Regionen die Wettbewerbssituation verschlechtern, was in höheren Preisen für die Verbraucher resultieren könnte. Kein Wunder, denn würden T-Mobile USA und AT&T tatsächlich fusionieren, wäre AT&T die neue Nummer eins und damit größer als Verizon.
Außerdem würden durch den Aufkauf der US-Tochter der Telekom eher Arbeitsplätze wegfallen, als dass neue entstehen könnten, heißt es im FCC-Bericht. Auch eine zusätzliche Motivation zum Ausbau des Mobilfunknetzes bestünde durch den Deal nicht unbedingt.
AT&T reagiert offensiv. Der Bericht der FCC sei derart einseitig, dass ihn jede unvoreingenommene Person als eine Verteidigung von Interessen eher als ein objektives Schriftstück entlarven können würde, heißt es. Der Bericht hätte zudem gar nicht veröffentlicht werden dürfen.
Der Widerstand gegen die 39 Milliarden US-Dollar schwere Transaktion regt sich bereits seit geraumer Zeit. Zuletzt hatte das US-Justizministerium gegen den Deal geklagt, woraufhin die Telekom und AT&T ihren Antrag bei FCC zurückzogen.
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