Der nach Ericsson zweitgrößte Netzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) will der wachsenden Anzahl an internetfähigen Smartphones und Tablets mit einer neuen Software Rechnung tragen. Liquid Net soll nicht weniger als "das Management von Mobilfunknetzen revolutionieren" und zugleich die Qualität ohne zusätzlichen Aufwand erheblich verbessern. Funktionieren soll das durch die flexible Bereitstellung von Netzkapazitäten.
Damit, teilte das Joint-Venture heute mit, sollen überlastete Netze und weiße Flecken der Vergangenheit angehören, denn die Kapazitäten würden dank der Software immer dort bereitgestellt, wo sie gerade benötigt würden - und das sei nötig, so NSN-Manager Thorsten Robrecht gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, denn in absehbarer Zukunft übersteige das Datenaufkommen die verfügbaren Kapazitäten um ein Vielfaches.
Das Problem sei, dass die Netzkapazitäten zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten gebraucht würden. In Afrika beispielsweise seien die Netze zum Wochenende an den Küsten, unter der Woche jedoch in den Metropolen ausgelastet. Liquid Net steuere hier mit einem Pool an Kapazitäten gegen, sodass die Provider nur an einer zentralen Stelle in Infrastruktur investieren müssten.
Durch die individuelle Ausrichtung der Antennen soll NSN zufolge jede Menge Rechenleistung eingespart werden können - in Seoul zum Beispiel konnte der TV-Empfang in den U-Bahnen mit nur einer Prozessor-Einheit und den dynamischen Antennen realisiert werden. Vorher seien in sämtlichen Schächten Recheneinheiten installiert gewesen.
Highlights auf inside-handy.de:
Kommentar schreiben