Die Aktionsgruppe Molleindustria hat es sich zur Aufgabe gemacht Missstände in der Mediengesellschaft anhand von Computerspielen aufzuzeigen. Kürzlich gelang es den Entwicklern um den Gründer Paolo Pedercini unter dem Namen "Phone Story" ein Spiel in Apples App Store zu platzieren, welches vor allem die schlechten Arbeitsbedingungen in der Zuliefererkette des iPhone-Produzenten thematisiert.
Das zuletzt für 0,99 US-Dollar erhältliche Spiel verfolgt die Produktion eines Smartphones von der Erzgewinnung in Afrika über die Sweatshops in Asien bis zum Apple Store. Pedercini, der an der Carnegie Mellon University lehrt, wollte damit die sozioökonomischen Kosten der Herstellung von Smartphones anprangern und ein Diskussion auslösen.
Loose-Loose-Situation
Der Unternehmensberater Bernd Höhne bemerkt auf Nachfrage dazu: "Man sollte Hersteller wie Apple zwingen, ihre Produktionsbedingungen offen zu legen. Das sollten auch die Kunden selbst verlangen." Letztlich importiere man Arbeitslosigkeit, sozusagen eine Loose-Loose-Situation. Höhne: "Die westliche Gesellschaft hat ihren Status erreicht, weil sie Ausbeutung durch politische Revolutionen ausgemerzt hat. Wenn Unternehmen weiter ausbeuten dürfen, unterminieren wir unsere eigene Lebensphilosophie."
Nur drei Stunden nachdem Pedercini begann, Werbung für seine neue App zu machen, war diese plötzlich nicht mehr verfügbar. Apple führt mehrere Gründe an, warum das Game entfernt wurde: Die Entwickler-Richtlinien seien insofern verletzt worden, weil Inhalte, die grausam und anstößig sind und zusätzlich den Missbrauch von Kindern zeigen, abzulehnen sind. Zudem dürfen Apps nicht dazu gebraucht werden, um Spenden zu sammeln. Pedercini hatte angekündigt, die Einnahmen des Spiels, Organisationen zu spenden, die sich gegen Ausbeutung in diesem Sektor richten.(pte)
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Dieses Spiel sieht sowas von schlecht aus, aber es geht ja ums prinzip mit der Gewalt an Kindern.
Selbst in Filmen wie Resident Evil Apocalypse, wurde strengstens darauf geachtet, das ab der Szene in der Schule, es zu keiner Gewalt an Kinder...[mehr]n kommt, weil es dafür ebenfalls mächtig Stress gegeben hätte.
Da hat Apple schon das richtige getan und es entfernt.
"...muss man als Soldat oder sowas Kinder mit einem Gewehr bedrohen damit sie weiter arbeiten..."
Wer sich jetzt noch immer aufregt, warum sowas entfernt wird aus dem Store, hat irgendwie den Knall nicht gehört!