Mediziner im Kittel

Handystrahlung: Junge Handynutzer: Studie schließt direktes Krebsrisiko aus

vom 29.07.2011 (1)

Das Nervensystem eines Kindes könnte gegenüber Handystrahlen sensibler reagieren als das eines Erwachsenen. Ob intensive Handynutzung ein höheres Krebsrisiko bedeutet, untersuchte jüngst eine im "Journal of the National Cancer Institute" veröffentlichte Studie. Demnach kann ein unmittelbares Gehirntumor-Risiko ausgeschlossen werden.

Untersucht wurden insgesamt 1.000 Personen im Alter von sieben bis 19 Jahren, wovon bei 352 Probanden zwischen 2004 und 2008 ein Gehirntumor diagnostiziert wurde. Die Kontrollgruppe bestand aus 646 zufällig ausgewählten Kindern und Jugendlichen.

Die Versuchspersonen wurden zu ihrem Handykonsum befragt. Eine entscheidende Verbindung zwischen Gehirntumor-Patienten und häufigem Telefonieren am Handy haben die Forscher um Dr. Roosli nicht entdecken können.

Ob Handynutzung tatsächlich Krebs begünstigen kann, wurde innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte in zahlreichen Studien untersucht. Gewissheit haben diese Studien jedoch bislang nicht gebracht. Auch die neueste Studie kann keinen kompletten Aufschluss über die Wirkung der Handystrahlen geben. So wurden bei den Probanden lediglich vier Jahre ihres Lebens berücksichtigt, was die Analyse der Langzeitwirkung erschwert.

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Bildquelle: SXC | Autor: SSO

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08.09.2011, 13:28 Uhr
Mobilfunk und Gesundheit
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"Elektromagnetische, gepulste Wellen von Sendemasten und Handys beein...[mehr]flussen und deformieren den Zellkern."

Prof. Dr. Heyo Eckel
Facharzt für Radiologie, ehem. Vorsitzender des Ausschusses "Gesundheit und Umwelt" der Bundesärztekammer, Ehrenpräsident der Ärztekammer Niedersachsen

Quelle: "Der Zellkern verändert sich", Schwäbische Post, 07.12.2006

Studie zu Mobilfunksendern und Krebs:

Dode AC, et al, Mortality by neoplasia and cellular telephone base
stations in the Belo Horizonte municipality,
Minas Gerais state, Brazil, Sci Total Environ (2011),
doi:10.1016/j.scitotenv.2011.05.051

Volltext: http://www.emrsa.co.za/documents/brazilresearch.pdf

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21741680




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