Die Deutsche Telekom und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben sich im Tarifstreit geeinigt. Unter Moderation des früheren Hamburger Bürgermeisters Henning Voscherau wurde ein Kompromiss erzielt. Das Schlichtungsergebnis sieht Einkommenssteigerungen von 5,15 Prozent für die Beschäftigten der Servicesparte sowie von 3,15 Prozent bei den übrigen Telekom-Beschäftigten vor. Die Laufzeit beträgt 13 Monate bis Ende Januar 2012.
Im Einzelnen werden die Gehälter der Beschäftigten der drei Serviceeinrichtungen Deutsche Telekom Kundenservice (DTKS), Deutsche Telekom Technischer Service (DTTS) sowie Deutsche Telekom Netzproduktion (DTNP) rückwirkend zum 1. Januar 2011 um zwei Prozent angehoben. Zum 1. April 2011 erfolgt eine weitere Anhebung um 3,15 Prozent.
Die Beschäftigten der Telekom Deutschland GmbH und der Deutschen Telekom AG erhalten zum 1. April 2011 3,15 Prozent mehr. Für sie wurde zudem der Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen bis Ende 2012 vereinbart. Besonders berücksichtigt wurden im Gesamtabschluss zudem die unteren Einkommensgruppen. Sie erhalten einen Mindesterhöhungsbetrag von 75 Euro monatlich.
Der Schlichtung vorausgegangen waren insgesamt vier Verhandlungsrunden, die ab Mitte Februar von Warnstreiks begleitet waren. Insgesamt hatten sich 85.000 Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen beteiligt.
Ferner haben sich die Verhandlungspartner auf einen zukunftsorientierten Weiterbildungspakt verständigt. Dieser sieht mindestens drei individuelle Weiterbildungstage für jeden Mitarbeiter in den Servicegesellschaften vor.
Das Gesamtergebnis steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Große Tarifkommission. Sie tagt am Dienstag, den 29. März 2011.
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