Die Deutsche Telekom hat ihr Tochterunternehmen T-Mobile USA für 39 Milliarden US-Dollar an das US-amerikanische Telekommunikationsunternehmen AT&T verkauft. Dies teilte der Bonner Konzern am Sonntag mit. Dabei erhält die Deutsche Telekom 25 Milliarden US-Dollar in bar und 14 Milliarden US-Dollar in Aktien von AT&T. Nach aktuellem Aktienstand entspricht dies einer Beteiligung von acht Prozent an dem US-Unternehmen.
René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom: "Wir haben die beste Lösung für unser Unternehmen, unsere Kunden und unsere Aktionäre gefunden. Unsere Position in Europa wird gestärkt, gleichzeitig werden wir weiter am stark wachsenden Geschäft mit dem mobilen Internet in den USA teilhaben. Wir können uns nun stärker auf den Ausbau der schnellen Netze in Europa und die Entwicklung moderner Internetprodukte konzentrieren."
Die Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen sieht vor, dass die Deutsche Telekom zukünftig mit einem Sitz im Board der AT&T vertreten sein wird.
Der Verkauf unterliegt noch der Zustimmung des US-Justizministeriums (DoJ) und der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC). Die Unternehmen rechnen damit, dass die Übernahme im ersten Halbjahr 2012 abgeschlossen sein wird.
Mit dem Erlös des Verkaufs plant die Telekom Verbindlichkeiten um circa 13 Milliarden Euro zu reduzieren. Circa fünf Milliarden Euro seien für den Rückkauf eigener Aktien geplant.
Highlights auf inside-handy.de:
Etwas korrekter wäre:
2001 Gekauft für 40 Mrd. Dollar
2011 Verkauft für 39 Mrd. Dollar
Im Detail ist die Sache aber etwas komplexer:
1. Die Telekom hatte sicherlich in diesen 10 Jahren viel investiert, andererseits hatte sie in den USA auch Gewinn eingefahren, alleine...[mehr] 2010 waren es an die 2,7 Mrd. Euro.
2. Der Kauf erfolgte damals (ebenfalls wie heute der Verkauf) nicht ausschließlich in Bar sondern die Telekom zahlte teilweise mit eigenen Aktien, diese standen damals noch bei 30 Euro und mehr. Wenn man sich den Kursverlauf der Aktie in den Folgejahren ansieht, war alleine das keine schlechte Entscheidung - zumal die Gewinne aus dem heutigen Deal wieder für einen Aktienrückkauf eingesetzt werden - damit alleine dürfte man einen 200 prozentigen Gewinn gemacht haben.