Sharps Galapagos-Tablet

Illegales Filesharing auf mobilen Geräten: Raubkopierer entdecken Smartphones und Tablets

vom 14.03.2011 (4)

Inhalte-Anbietern machen nicht nur die kostenlosen Apps zum Gratis-Download zu schaffen. Neuerdings macht sich auch die Filmpiraterie über Smartphones und Tablets her, wie die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) aufzeigt. Mobile Geräte sind das neue Jagdrevier von Filesharern und Datenpiraten. Diese lassen sich dabei anscheinend weder von drohenden rechtlichen Konsequenzen noch von ihrem Gewissen abschrecken.

Auch in Zukunft wollen die Filmpiraten nach eigenen Angaben weiterplündern. Zwar ließen sich einige durch günstigere Preise für Streaming oder Downloads im Bereich Video-on-Demand davon abhalten, weiterhin Content zu klauen. Mehr als 80 Prozent jener User, die sich zur Piraterie bekennen, werden damit laut PwC aber weitermachen. Als Plattform wählen sie immer häufiger mobile Geräte, wofür beispielsweise längst BitTorrent-Anwendungen verfügbar sind.

Für Teile der betroffenen Industrie - so etwa für die Mitarbeiter von Filmfirmen - empfinden viele Filesharer zwar Sympathie. Das hält sie jedoch nicht davon ab, ihnen weiterhin wissentlich zu schaden. Mit 36 Prozent geben zudem überraschend viele User an, Piraten zu sein, weil sie nichts zu den Profiten großer Filmkonzerne beisteuern wollen, berichtet die "Los Angeles Times". Allerdings nehmen die illegalen Downloads nicht nur Einfluss auf die Umsätze großer Studios, sondern auch branchenübergreifend auf die gesamte Verwertungskette eines Films.

"Jeder tut es", lautet das Hauptargument der Filesharer. Nur bei wenigen sprechen beispielsweise Sorgen darüber dagegen, dem eigenen Computer durch illegale Downloads etwa mit einem Virus zu schaden. Rechtliche Probleme zu bekommen sowie die häufig schlechte Qualität von Streams oder Downloads nennen die Anwender ebenfalls als Gründe, sich nicht am kostenlosen Datentausch zu beteiligen. Einige Piraten, so PwC, spüren dabei außerdem doch ein schlechtes Gewissen. (pte)

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Bildquelle: Sharp | Autor: RS (Originalautor: Manuel Haglmüller )

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16.03.2011, 14:47 Uhr
Maronerl [Gast]
Also ich finde, dass die Industrie schon etwas gegen die Piraterie in dem Sinne unternommen hat, dass es inzwischen nicht mehr ein Jahr oder so dauert, bis ein Film auf DVD erscheint.
Die Preise sind auch bei neuen Filmen inzwischen echt in Ordnung. Egal ob auf DVD oder auf BluRay.
Was das angeht, finde ich die Spieleindustrie viel unverschämter....[mehr] Ein neues Spiel kostet 60€ nach einem Jahr kriegt man es für 20€.

14.03.2011, 16:45 Uhr
Capone2412
Wenn ich sehe was diese ganzen Video-on-demand Dienste kosten, wundert mich das wenig...
5,99 Euro kostet bei T-Entertain bspw. das Ausleihen von Iception (HD) für 2 Tage. Ich selbst nutze zwar keine illegalen Downloads/Streams, aber Mitleid habe ich mit der Filmindustrie in diesem Fall überhaupt nicht.
Solange es keine vernünftige, preislich ang...[mehr]emessene Möglichkeiten gibt Filme legal zu streamen geschieht ihnen das gerade Recht. Da braucht mir auch niemand sagen, dass sie bei den Streaming-Diensten nichts mitzureden hätten.

Da kauf ich lieber 10-Euro Bluray-Angebote im MM oder gehe (auf Grund von Faulheit eher selten) zur Videothek: 3 Tage für 3,50 Euro.

8 Euro für einen Kinobesuch empfinde ich dagegen jetzt nicht als übertrieben.
14.03.2011, 14:55 Uhr
häb [Gast]
Solang sich die Produktionen vielfach mit immer höheren Summen brüsten, dies auch gern als vermeindlicher Qualtitäts-Idikator vermarktet wird... solang fällt einem das hier im Artikel erbetene Mitleid doch etwas schwer. Zumal sich die Cinesastischen-Schwerverdiener beim Scientologen ihres Vertrauens anscheiend immer noch ihr Seelenheil kaufen könne...[mehr]n.

Zudem glaube ich nicht, dass der wohl steigende Einsatz von Tablets oder Smartphones zu nennenswert stärkerer Nutzung von Fileshares führt. Eher wird es zur Veränderung des genutzten Stream-Mediums führen, also statt PC wird der gleiche Nutzer nun hin und wieder auf einem mobilen Gerät schauen.
Denn wer bisher ins Kino ging, wird nicht auf einmal ein 3" oder 10" Display anschauen, auf dem dann gern noch qualitativ schlechte Filmchen flimmern...

Ich mag da das(File)Sharing in der klassischen Variante:
DVD´s unter Freunden leihen...

häb
14.03.2011, 11:08 Uhr
GB [Gast]
Ich denke wer am PC illegale Inhalte nutzt wird das auch zunehmend am Smartphone, oder auf dem Tablet tun.

Die Frage ist jedoch auch warum das überhaupt der Fall ist? Ich denke die Musik und auch Filmindustrie sind teilweise zumindest mit Schuld. Allein wenn ich bedenke wie viel der Eintritt ins Kino kostet. 8-10€ kann man an einem nicht Kino-T...[mehr]ag schon mal locker einplanen. Und dafür bekomme ich dann 1,5h zumeist mittelmäßige Unterhaltung. Bei einem wirklich guten Film (bspw. Toy Story 3) gebe ich auch gern das Geld aus, auch für 3D.

Weiterhin vergehen teils Ewigkeiten bis Serien fortgesetzt werden, auf Deutsch bzw. in Deutschland verfügbar sind. Dann kann ich es verstehen, dass man sich die nicht erhältlichen Serien Fortsetzungen (außer man zahlt Zoll und Versand in völlig übertriebener Höhe) als englischen Stream ansieht... usw.

Also ich denke es ist zum Teil die Industrie selbst, zum anderen auch die immer noch relativ Hohe Sicherheit, dass eben nichts passiert.

GB
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