Das mobile Internet erobert den Massenmarkt. Bereits 23 Prozent oder knapp zwei Millionen der 14- bis 64-jährigen Handybesitzer sind jeden Tag mit ihrem Smartphone online - um E-Mails abzurufen, zu surfen oder Apps zu laden. Die App Stores mit ihren vielfältigen Angeboten sind die stärksten Treiber dieser Entwicklung. Das Potenzial ist aber noch längst nicht ausgeschöpft.
Die boomende Nachfrage nach Smartphones wird den Medienalltag in den nächsten Jahren weiter dynamisieren. Das sind die herausragenden Ergebnisse der Studie "Go Smart 2012: Always-In-Touch"", die das Marktforschungsunternehmen TNS Infratest im Auftrag von Otto Group und Google durchgeführt hat.
Apps als Wachstumstreiber
Zehn Millionen Deutsche nutzen bereits Apps auf ihrem Mobiltelefon, wie eine Repräsentativumfrage von Forsa im Auftrag des Hightech-Verbandes Bitkom ergab. Im Durchschnitt sind 19 der vielseitigen Miniprogramme installiert; bei Männern 25 und bei Frauen 17.
Bis 2013 werden die App-Umsätze allein in Deutschland bei einer jährlichen Wachstumsrate von 84 Prozent auf rund 700 Millionen Euro steigen, prognostiziert die Managementberatung Mücke, Sturm & Company (MS&C). Entsprechend stark wächst das Datenaufkommen in den deutschen Mobilfunknetzen - von 3,5 Millionen Gigabyte im Jahr 2007 auf 33,5 Millionen Gigabyte 2009, so die Bundesnetzagentur.
Waren beispielsweise im letzten Jahr bei der TV-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) noch rund 170.000 Content-Abrufe über Handys oder Smartphones zu verzeichnen, stieg die Zahl bei der siebten Staffel 2010 um ungefähr das 20-Fache. Auch Social-Media-Portale wie Facebook oder Xing werden zunehmend über mobile Endgeräte frequentiert: Knapp jeder fünfte "Smart-Native" präferiert dafür inzwischen schon sein Handy.
Per W-Lan mobil ins Breitbandnetz
Die Verfügbarkeit breitbandiger Internetverbindungen per Wireless Lan (W-Lan) nimmt ebenfalls zu. Inzwischen gibt es laut Bitkom bundesweit mehr als 15.000 W-Lan-Hotspots. So werden öffentliche Orte bezeichnet, die einen drahtlosen Internetzugang per Handy, Tablet oder Notebook ermöglichen, wie beispielsweise Flughäfen, Hotels oder Cafés.
Derzeit gibt es hierzulande 18 W-Lan-Hotspots pro 100.000 Einwohner. Damit steht Deutschland in der internationalen Rangliste nur auf Platz 15 - hinter Ländern wie Portugal oder Belgien. An der Spitze rangiert Schweden mit 85 W-Lan-Hotspots pro 100.000 Einwohner, gefolgt von der Schweiz mit 74.
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